HPI Hasso-Plattner-Institut

Wissenschaftler fordert sachlichere Diskussion über Internetsperren gegen Kinderpornographie

Potsdam (ots) - Für eine Versachlichung in der Diskussion um Sperren für Internetseiten mit Kinderpornographie hat sich der Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), Prof. Christoph Meinel, ausgesprochen. Zwar hätten praktisch alle technischen Verfahren zur Sperrung solcher Internetseiten Schwachstellen, doch werde zumindest die Schwelle für den Zugang deutlich erhöht, sagte der Professor für Internet-Technologien und -Systeme in einer Stellungnahme.

"Interessanterweise hat bei gedruckten Medien die Öffentlichkeit längst akzeptiert, dass Strafbares dort nicht veröffentlicht werden darf und versteht das nicht als Angriff auf die Meinungsfreiheit. Wir müssen lernen, dass dies auch für das noch sehr junge Medium Internet zu gelten hat", betonte Meinel.

Der Wissenschaftler kritisierte Aussagen, dass die Sperrung von Kinderpornographie-Seiten im Internet das Grundrecht auf Informationsfreiheit gefährde. Solche, die dies behaupteten, schürten gleichzeitig "irrationale Ängste", dass Websperren Stück für Stück auf weitere Inhalte im Internet ausgedehnt würden. Aber auch im Printmedienbereich sei es lange akzeptiert, dass es ein legitimes Recht der Gesellschaft ist, sich gegen die Veröffentlichung solcher Inhalte zu wehren, deren Besitz, Nutzung oder Verbreitung gesetzlich verboten ist, sagte Meinel.

Pressekontakt:

Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für 
Softwaresystemtechnik (Potsdam), Telefon 0331 5509-222
Hans-Joachim Allgaier, M.A., Pressesprecher des
Hasso-Plattner-Instituts, Telefon 0331 5509-119 oder 0179 2675466,
presse@hpi.uni-potsdam.de, www.hpi.uni-potsdam.de
Original-Content von: HPI Hasso-Plattner-Institut, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: HPI Hasso-Plattner-Institut

Das könnte Sie auch interessieren: