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Befreiungsschlag für Mehrweg

    Berlin (ots) - Als "Befreiungsschlag" für Mehrweg hat der
ehemalige Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Clemens
Stroetmann, die offizielle Bekanntmachung der Mehrwegquoten für die
Jahre 1997/1998 bezeichnet. Der heutige Geschäftsführer der Stiftung
Initiative Mehrweg sagte anlässlich des Starts der bundesweiten
Aktion "Frei Fahrt pro Mehrweg" heute in Berlin, damit sei endlich
die Schneise in das Dickicht geschlagen worden, dass von der
Einweglobby aus politischer Einflussnahme und juristischen
Winkelzügen errichtet worden ist. "Auf dieser Schneise wird nun die
neue Fahrbahn für Mehrweg errichtet", sagte Stroetmann. Er begrüßte
die "breitestmögliche Koalition für Mehrweg", die sich in den letzten
Monaten herausgebildet habe. Es sei ein "leuchtendes Beispiel" für
parteiübergreifenden Sachverstand und politischer Vernunft, wenn
heute eine rot-grüne Koalition in die Praxis umsetze, was gestern
eine schwarz-gelbe Koalition in das Gesetzblatt gebracht habe.
    
    Sicher könne man auch heute noch darüber diskutieren, ob es zur
Stabilisierung von Mehrweg nicht noch schönere Lösungen als das nun
kommende Pflichtpfand geben könnte. Stroetmann wies ausdrücklich auf
die Initiative des Bundesverbandes des großen Einzelhandels hin, der
sich für die Einführung einer Verpackungsabgabe eingesetzt hatte,
damit aber auch als einziger bedeutender Wirtschaftsverband einen
konstruktiven Vorschlag in die "Wüste der Neinsager" gemacht habe.
    
    "Der Verweigerungshaltung der Einweglobby muss nun die Sanktion
Pflichtpfand folgen, damit "freie Fahrt für Mehrweg" keine Worthülse
bleibt", betonte Stroetmann. Alle seien jetzt gefordert, "in Treue zu
Recht und Gesetz" die notwendigen Maßnahmen für die Umsetzung des
Pflichtpfandes zu treffen. "Mehrweg ist Nachhaltigkeit und
Nachhaltigkeit ist Zukunft", sagte der Geschäftsführer der Stiftung
Initiative Mehrweg.
    
    
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