Deutsche Umwelthilfe e.V.

Pressemitteilung des Global Nature Fund (GNF) zum Weltwassertag am 22. März 2002
Zum Weltwassertag fordert der Global Nature Fund: Der Schutz des Toten Meeres muss verstärkt werden

    Radolfzell (ots ) -
    
    Das Tote Meer droht auszutrocknen, Wasserpegel bereits um 25 Meter
    gesunken
    
    Die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) fordert zum
Weltwassertag verstärkte Anstrengungen zum Schutz des Toten Meeres,
das an Israel, Jordanien und Palästina angrenzt. Das Tote Meer ist
Mitglied im internationalen Seenetzwerk Living Lakes, das vom GNF
koordiniert wird. Der Wasserpegel des tiefstgelegenen Binnensees der
Welt ist in den letzten 30 Jahren um 25 Meter gesunken.
    
    Ableitungen aus dem Jordan, größter Zufluss des Toten Meers, durch
Israel und Jordanien sind Ursache dafür, dass der Wasserstand
mittlerweile um durchschnittlich einen Meter pro Jahr zurückgeht. Nur
noch ein Zehntel der ursprünglichen Wassermenge erreicht den Salzsee.
Der Rest wird für die Bewässerung von Feldern, Trinkwasserversorgung
und in der Industrie verbraucht und leider oft vergeudet.
    
    Das Tote Meer ist berühmt für die heilsame Wirkung des
mineralhaltigen Wassers und des trockenen Klimas. Deutsche Urlauber
bilden die größte Gruppe ausländischer Touristen am Toten Meer. Der
GNF fordert daher deutsche Urlauber auf, bei Ihren Reiseanbietern auf
ein verstärktes Engagement zum Schutz des Toten Meeres zu drängen.
    
    Der GNF und seine Partnerorganisation im Nahen Osten Friends of
the Earth Middle East (FoEME) verlangen von den Regierungen Israels
und Jordaniens sowie von den palästinensischen Behörden:
    
    * Einen gemeinsamen Plan zur sparsamen Nutzung und gerechten
        Verteilung von Wasser zwischen Israel, Palästina und Jordanien
    
    * Festlegung einer Roten Linie für den Wasserpegel am Toten Meer.
        Wird diese Rote Linie unterschritten, muß die Wasserentnahme
        reduziert werden.
    
    * Die Einrichtung eines durch die UNESCO anerkannten
        Welterbegebietes und Biosphärenreservates am Toten Meer.
    
ots Originaltext: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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Fax:  0 77 32 99 95-88
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Internet: www.globalnature.org;www.livinglakes.org

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