Deutsche Umwelthilfe e.V.

Die Spritverbrauchslüge: Wie stoppen wir die Verbrauchertäuschung durch die Autohersteller?

Berlin (ots) - In Deutschland und Europa beträgt die Lücke zwischen den Herstellerangaben zum Kraftstoffverbrauch und dem, was moderne Pkw tatsächlich "schlucken", mittlerweile durchschnittlich 40 Prozent. Dass dies nicht so sein muss, zeigt ein Blick in die Vereinigten Staaten, wo diese Abweichung lediglich bei drei Prozent liegt. Die Gründe dafür sind vielfältig. In den USA stärkt das Gesetz Verbrauchern den Rücken. Um ihre Rechte vor Gericht durchzusetzen, können sie sich außerdem zusammenschließen und Sammelklagen einreichen. Wenn Hersteller in Amerika falsche Spritverbrauchsangaben machen und ihre Kunden täuschen, müssen sie in den USA mit empfindlich hohen Strafzahlungen rechnen. In Deutschland werden die zuständigen Behörden nicht einmal aktiv, wenn hohe Abweichungen zwischen den Herstellerangaben und den Realverbräuchen bekannt sind. Strafen müssen die Hersteller hierzulande auch nicht fürchten.

Warum das so ist, zu welchen Effekten die unterschiedlichen Strategien der verantwortlichen Behörden führen und wie auch in Deutschland realistische Spritverbrauchsangaben durchgesetzt werden können, wollen wir Ihnen während unserer Pressekonferenz erläutern. Wir haben Harvey Rosenfield, den Gründer der amerikanischen Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog eingeladen, der von seinen Erfolgen in den USA berichten wird. Herr Rosenfield war maßgeblich daran beteiligt, dass Verbrauchsdaten von knapp einer Million Fahrzeugen korrigiert werden mussten, Hersteller für ihre Falschangaben zu Strafzahlungen verurteilt und den betroffenen Autohaltern Schadensersatz zugesprochen wurde.

Über Ihr Kommen würden wir uns freuen und bitten um Rückmeldung per E-Mail an hufeisen@duh.de.

Datum: Mittwoch, 24.2.2016 um 10:30 Uhr

Ort: Haus der Bundespressekonferenz, Raum 2, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

Teilnehmer: 
Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer 
Harvey Rosenfield, Gründer Consumer Watchdog 

Pressekontakt:

Daniel Hufeisen, Pressesprecher Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)
Tel.: 030 400867-22, Mobil: 0151 55017009, E-Mail: hufeisen@duh.de
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