Deutsche Umwelthilfe e.V.

Studie zum Zwangspfand liegt vor - Keine faulen Tricks und falsche Zahlen - Vorwurf des "Türkens" aufs Schärfste zurückgewiesen

Düsseldorf/Radolfzell (ots) - Auf den Vorwurf des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), die am 4.12.2000 in Auszügen bekanntgegebenen Ergebnisse einer A.C.Nielsen Studie seien "getürkt", widersprechen die beiden Initiatoren der Studie, der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels sowie die Deutsche Umwelthilfe e. V. aufs schärfste. Den Initiatoren der Studie liegen Tabellenbände im Original vor, aus denen für jeden ersichtlich A.C.Nielsen GmbH als Auftragnehmer der Studie hervorgeht und die "Konzept & Markt GmbH" als Koordinator der Studie benannt wird. Nach Bekanntwerden der Unterstellung des HDE vom heutigen Tage bestätigte der Konzept& Markt-Geschäftsführer Dr. Franzen telefonisch ausdrücklich diese Angaben. Hierzu erklärte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V.): "Anscheinend gibt es im Innenverhältnis zwischen den Marktforschungspartnern Probleme, die jedoch nicht den Auftraggebern angelastet werden können." Zur Sache bleibt festzuhalten, daß eine telefonische Befragung auf der Basis einer repräsentativen Stichprobe aus allen Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften unter 800 qm (49.568) nach A.C.Nielsen Lebensmitteleinzelhandelsindex beauftragt wurde. Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels: "Es ist das Wesen einer repräsentativen Umfrage, daß hierfür nur eine Teilmenge ausgewählt wird. Für die Richtigkeit einer solchen Umfrage zeichnet der Auftragnehmer der Studie, somit A.C.Nielsen, verantwortlich." Es bleibt somit bei den bisher veröffentlichten Fakten, daß auf die Frage nach der Reaktion im Handel auf die Einführung eines Pfandes auf Einweggetränke 46,5% der befragten Inhaber, Geschäftsführer und Marktleiter erklärten, Einwegverpackungen auszulisten. Dem stehen ganze 2,6 Prozent entgegen, die in diesem Fall auf Mehrwegverpackungen verzichten würden. Die von GFGH und DUH berechneten Investitionskosten für Rücknahmesysteme bei Einführung einer Pfandpflicht auf Einwegverpackungen von maximal 900 Mio. DM werden neben dem Automatenhersteller Tomra zwischenzeitlich größenordnungsmäßig auch von der VFW AG Köln (Dienstleister für Logistik und Rücknahmesysteme) bestätigt. Der Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion sehen beide Verbände mit grossem Interesse entgegen. ots Originaltext: Deutsche Umwelthilfe e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Kontaktadresse: Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe e.V., Güttinger Straße 19, 78315 Radolfzell Tel. (0 77 32) 9 99 50, Fax. (0 77 32) 99 95-77, e-Mail: info@duh.de Günther Guder, Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V., Humboldtstraße 7, 40237 Düsseldorf Tel. (02 11) 68 39 38, Fax. (02 11) 68 36 02, e-Mail: GFGH_Verbaende@compuserve.com Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: