Deutsche Umwelthilfe e.V.

Mehrwegquote im freien Fall
Quote sinkt Ende 2000 voraussichtlich auf 66 Prozent

Mehrwegquote im freien Fall / Quote sinkt Ende 2000 voraussichtlich auf 66 Prozent

    Düsseldorf/Radolfzell (ots) -
    
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    Nach eigenen Hochrechnungen des Bundesverbandes des Deutschen
Getränkefachgroßhandels, des Bundesverbandes mittelständischer
Privatbrauereien, des Verbandes des Deutschen Getränke-Einzelhandels
sowie der Deutschen Umwelthilfe wird die Mehrwegquote Ende 2000 bei
nur 66 Prozent landen. Damit wird der in der Verpackungsverordnung
festgelegte Wert bereits um rund 6 Prozent unterschritten. (1997:
71,33; 1998: 70,13.)
    
    Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe: "Die
Mehrwegquote befindet sich im freien Fall. Derzeit findet ein
Generalangriff auf das Mehrwegsystem statt. Wir unterstützen den
Beschluss der Umweltministerkonferenz vom 25.10.2000 und begrüßen die
Absicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin, in Kürze einen
Novellierungsentwurf vorzulegen, der die generelle Bepfandung
ökologisch nachteiliger Getränkeverpackungen vorsieht".
    
    Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes des
Deutschen Getränkefachgroßhandels, ergänzt: "Die Wirksamkeit der
Einwegbepfandung ist nachgewiesen. Wir brauchen rasch ein klares
Signal der Politik. Ausstehende Investitionen in der
Getränkeindustrie werden dann sicherlich zu Gunsten Mehrweg getroffen
und nicht in Einweggebinde erfolgen".
    
    Neueste Zahlen der Verbände weisen aus, dass die
0,5-Liter-Bierdose per Oktober 2000 auf einen Marktanteil im
Lebensmittelhandel und Abholmarkt von 24,2 Prozent bundesweit stieg
(Gesellschaft für Konsumforschung). Während im gesamten Jahr 1999 die
Dose um 160 Millionen Stück zulegte, betrug das Plus in den ersten 10
Monaten 2000 rund 197 Millionen Dosen. Rein rechnerisch wären hierzu
bei 40-fachem Umlauf nur knapp 5 Millionen Mehrwegflaschen
erforderlich. Wesentlicher Grund des Wachstums: Preisdumping bei
Handelsmarken.
    
    
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Kontaktadresse:

Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe e.V.,
Güttinger Straße 19, 78315 Radolfzell
Tel. (0 77 32) 9 99 50, Fax. (0 77 32) 99 95-77,
e-Mail: info@duh.de

Günther Guder, Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels
e.V.,
Humboldtstraße 7, 40237 Düsseldorf
Tel. (02 11) 68 39 38, Fax. (02 11) 68 36 02,
e-Mail: GFGH_Verbaende@compuserve.com

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