Deutsche Umwelthilfe e.V.

Deutsche Umwelthilfe und T-Mobile gründen "Naturschutzfonds Lebendige Wälder"

    Berlin (ots) - Der "Naturschutzfonds Lebendige Wälder" unterstützt Waldschutzprojekte in ganz Deutschland

    Zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschlands Wäldern haben die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und T-Mobile Deutschland den "Naturschutzfonds Lebendige Wälder" eingerichtet. Der Naturschutzfonds fördert vorbildliche Naturschutzprojekte in Deutschland, die für den Erhalt von Wäldern und den darin lebenden Tieren und Pflanzen sorgen. Im Jahr 2010 unterstützen DUH und T-Mobile insgesamt fünf Naturschutzorganisationen: Zwei von ihnen kümmern sich am Bodensee und an der Weser um die Wiederentstehung und die Erhaltung von Auwäldern, drei der Projekte unterstützen den Lebensraum der bedrohten Waldbewohner Haselhuhn, Haselmaus, Alpenbock und Hirschkäfer. "Intakte Wälder mit ihrem natürlichen Reichtum sind ein Wert an sich, den wir ohne Wenn und Aber erhalten müssen", sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH). "Doch Wälder sind nicht nur die Schwerpunkte  der biologischen Vielfalt, sie sind untrennbar mit dem Schutz des Klimas verbunden, denn naturnahe Wälder speichern große Mengen CO2 und sind die grünen Lungen der Industriegesellschaft."

    Der Schutz von Klima und Natur ist ein Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie der Deutschen Telekom. In diesem Rahmen fördert T-Mobile Deutschland seit zehn Jahren Naturschutzprojekte der Deutschen Umwelthilfe e.V. wie den Schutz natürlicher Flusslandschaften und Seen. "Als Unternehmen sehen wir auch eine Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Durch die Unterstützung der Waldschutzprojekte leisten wir gleichzeitig einen Beitrag für den Klimaschutz wie auch für die Artenvielfalt in Deutschland", sagte Dr. Fritz Lauer, Leiter Information und Nachhaltigkeit bei T-Mobile Deutschland.

    Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands (11,1 Millionen Hektar) sind mit Wald bedeckt. Doch die biologische Vielfalt in den Wäldern schwindet. Viele Arten und Lebensräume sind bedroht, denn 98 Prozent der Wälder werden forstwirtschaftlich genutzt. "Für den Erhalt der biologischen Vielfalt brauchen wir große, unzerschnittene Waldgebiete, in denen sich alle dort vorkommenden Pflanzen und Tiere ausbreiten können," sagte Ulrich Stöcker, Leiter des Bereichs Naturschutz der DUH. Wälder, in denen auch alte Bäume stehen bleiben dürfen, sind außerdem wichtig für den Klimaschutz. Sie speichern große Mengen des Treibhausgases CO2 und haben zusätzlich eine ausgleichende Wirkung auf jahres- und tageszeitliche Temperaturschwankungen.

    Hintergrund: Zum Schutz Lebendiger Wälder Wenn es den Menschen nicht gäbe, wäre fast ganz Deutschland von Wald bedeckt. Heute bedeckt er noch ein Drittel des Landes (11,1 Millionen Hektar). Wald liefert nicht nur Holz, sondern erfüllt wichtige Funktionen für den Erhalt der biologischen Vielfalt, den Schutz des Grundwassers, das Klima und den Klimaschutz und für die Erholung.

    Doch die biologische Vielfalt in unseren Wäldern ist bedroht. Meist bestimmen die Renditeerwartungen der Waldeigentümer, wie ein Wald aussieht und welchen Wert er für die Natur haben darf. Die meisten Bäume werden lange vor ihrem natürlichen Ende "geerntet"; Tot- und Altholz wird zunehmend aus dem Wald geholt und zu Hackschnitzeln oder Holzpellets verarbeitet. Die natürlicherweise hierzulande vorherrschenden Buchen und Eichen bilden nur noch 14,8 bzw. 9,6 Prozent des Waldes. Noch immer dominieren in vielen Gegenden die einzig zur Holzgewinnung angebauten artenarmen Fichten- und Kiefernforste.

    Struktur- und totholzreiche alte Wälder sind ein idealer Lebensraum für eine Vielzahl von Moosen, Flechten, Pilzen und Kleinstlebewesen. Perfekt aufeinander abgestimmt greifen Prozesse von Verfall und neuem Leben ineinander und bilden die Lebensgrundlage für eine große Vielzahl von Lebewesen. Typische Waldbewohner wie Hirschkäfer und Schwarzspecht, Schwarzstorch und Wildkatze oder auch der in einigen Regionen wieder angesiedelte Luchs haben in anderen Lebensräumen keine Chance.

    Intakte Wälder sind außerdem entscheidend für den Klimaschutz. Die jährliche Kohlenstoff-Bindung in den deutschen Wäldern entspricht ca. 15 Prozent der durchschnittlichen jährlichen in privaten Haushalten direkt erzeugten CO2-Emissionen der letzten Jahre. Der eingelagerte Kohlenstoff bleibt während eines Baumlebens klimasicher verwahrt - 270 Kilogramm Kohlenstoff stecken in jedem Kubikmeter Holz. Zusammen mit den Nadeln und Wurzeln summiert sich der Speicher in Deutschland auf umgerechnet 4,4 Mrd. Tonnen CO2. Ein Hektar Wald speichert im Durchschnitt 13 t CO2 im Jahr, die extrem selten gewordenen Feucht- und Auenwälder sogar bis zu 30 t pro Hektar und Jahr.

Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Deutsche Umwelthilfe e.V.,
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: 0171 3649170,
E-Mail: resch@duh.de

Ulrich Stöcker, Leiter Naturschutz, DUH, Hackescher Markt 4, 10178
Berlin, Tel.: 030 24 00 867-81, E-Mail: stoecker@duh.de

Ulrike Fokken, Sprecherin Politik & Presse, DUH, Hackescher Markt 4,
10178 Berlin, Tel.: 030  24 00 867 86, 0151 55 01 70 09,
E-Mail: fokken@duh.de

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