Das Cocktail-Häppchen: Eine deutsche Erfindung
AD Architectural Digest über die Kunst des Fingerfoods
München (ots) - Wer Empfänge besucht, kennt Häppchen meist unter ihrem englischen Begriff Fingerfood oder Flying Buffet. Doch die aktuelle AD Architectural Digest zeigt, dass sie deutsche Erfindungen sind. Ihre Weltpremiere hatten die Häppchen 1923 bei der Eröffnung des Flughafens Tempelhof: Der deutsche Koch Karl Borro Palleta kreierte zum ersten Mal seine "Cocktail Titbits" - die Geburtsstunde des Fingerfoods. Er reichte statt der üblichen Salzmandeln und Kartoffelchips filigrane Kleinigkeiten: Daumenlanges Weißbrot mit hauchdünnen Hummerscheibchen, Hühnerragout in Mini-Blätterteigtaschen, Lachsbutter und Krebsschwänze unter millimeterdünnen Streifen gekochter Forellenhaut. Die Gäste waren von dieser neuen Art der haute cuisine im Stehen begeistert. Der Weltkrieg setzte der Häppchen-Hausse jedoch ein Ende. Palleta musste seine Kochkünste wegen eines Magenleidens aufgeben und konnte seine neuesten Titbits-Kreationen nur noch auf dem Papier entwerfen. Auch heute zelebrieren deutsche Canapé-Koryphäen die "art of fingerfood". Heiko Antoniewicz, Küchenchef des Catering-Stars Klaus Peter Kofler, offenbart die Philosophie des Häppchens: "Es ist optisch ansprechend. Nicht größer als das alte Fünfmarkstück. Und jedwedes Dekor muß essbar sein." Kofler verrät, warum er großen Aufwand für kleine Dinge treibt: "Sie werden mit einem, maximal mit zwei Bissen gegessen. In diesem kurzen Moment müssen Sie alles erfassen können, was das Gericht ausmacht." Genau deshalb ist der kleine Happen die Krönung der kulinarischen Kunst.
Pressekontakt:
Condé Nast Verlag GmbH
Sabine Wilhelm
Leitung Public Relations
Tel. 089 38104-413
Fax 089 38104-627

