Der Körber-Preis 2010 geht an Jiri Friml
Die Erkenntnisse des Molekularbiologen und Biochemikers gelten als Meilenstein in der biologischen Grundlagenforschung
Hamburg (ots) - Für seine bahnbrechenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Pflanzenentwicklung erhält Prof. Dr. Jiri Friml den mit 750.000 Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2010. Diese Auszeichnung ehrt jedes Jahr einen europäischen Wissenschaftler für ein innovatives, zukunftsweisendes Forschungsvorhaben. Ausgewählt wird der jeweilige Preisträger von einem international besetzten Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft.
Woher weiss eine Pflanze an welcher Stelle sie Blätter, Stängel und Wurzeln bilden muss? Und wie passt sie ihr Wachstum an veränderte Umweltbedingungen an? Der Molekularbiologe und Biochemiker Jiri Friml erforscht die genetischen, molekularen und zellbiologischen Prozesse, die die Entwicklung von Pflanzen steuern und hat damit grundlegende Denkanstösse nicht nur für die pflanzenwissenschaftliche Forschung geliefert.
Im Mittelpunkt von Frimls Forschung steht das Wachstumshormon Auxin. Dessen Verteilung reguliert, wo bei einer Pflanze oben und unten ist, wie stark sie in welche Richtung wächst und wo welche Organe angelegt werden. Diese Erkenntnisse gelten als Meilenstein zum Verständnis zahlreicher physiologischer Prozesse in der Pflanze. Aber auch für die agrarwissenschaftliche und medizinische Forschung sind Frimls Ergebnisse von herausragender Bedeutung.
Die Preisverleihung findet am 7. September 2010 im Hamburger Rathaus statt.
Ein Foto des Preisträgers und weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.koerber-preis.de
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