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DLD16: Digitale Zukunftsdenker zu Gast in München

DLD16: Digitale Zukunftsdenker zu Gast in München
Die DLD-Geschäftsführer Steffi Czerny und Dominik Wichmann begrüßten rund 1500 Teilnehmer zu Europas großer Innovationskonferenz DLD in München. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/21615 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Hubert Burda ...

München (ots) - Die wichtigsten Disruptoren der digitalen Welt treffen hier auf führende Köpfe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kunst: Zum zwölften Mal hat Hubert Burda Media bei der Innovationskonferenz DLD (Digital, Life, Design) vom 17. bis 19. Januar rund 1.500 internationale Gäste und 150 Speaker im Münchner HVB-Forum zusammengebracht - unmittelbar vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

DLD sei im zwölften Jahr zu einem Ökosystem rund um den digitalen Wandel gewachsen, erklärte DLD-Gründerin und -Geschäftsführerin Steffi Czerny in ihrer Eröffnungsrede. Viele Speaker kämen wieder - aber auch DLD-Neulinge, die die Zukunft mit ihren Ideen gestalten, gehören dazu. Dominik Wichmann, DLD-Geschäftsführer und -Chefredakteur, betonte die Rolle von DLD in der heutigen Welt: "Digital Life Design steht für viel mehr als nur diese Konferenz. Es steht für das Leben, das wir heute führen."

Disruptoren bei DLD16: Netflix, Youtube, Whatsapp und Airbnb

Whatsapp will seinen Dienst rund um die Welt künftig wieder kostenlos anbieten. Das verkündete Gründer Jan Koum exklusiv auf der DLD-Bühne. Vor zwei Jahren war Koum bereits bei DLD aufgetreten. Kurz danach schloss Whatsapp den Milliarden-Deal mit Facebook. Dieser Verkauf habe Whatsapp Wachstum ermöglicht, sagte Koum, die Nutzerzahl habe sich verdoppelt. Dennoch arbeiteten sie noch immer unabhängig "wie ein Start-Up". Im Fokus stünden jetzt Innovation und neue Produkte.

Das Thema "Zukunft des Fernsehens" war mit Netflix und Youtube gleich mehrfach hochkarätig besetzt. Netflix-Gründer Reed Hastings erklärte, die Tage des linearen Fernsehens seien gezählt. "Menschen möchten heute auf jeglichem Screen schauen können, personalisiert. Und sie möchten eine Applikation, die sich konstant weiterentwickelt und verbessert." Mit seinen neuen Shows habe der Streaming-Anbieter herausgefunden, dass sie tatsächlich international funktionieren. Ziel sei nun die weitere globale Expansion - "mit Geduld" auch in Länder wie China. Robert Kyncl, Chief Business Officer bei Youtube, nannte Zahlen: Jede Minute werden 400 Stunden Video-Material auf der Plattform hochgeladen. Schon 20 Millionen Youtube-Kanäle monetarisierten ihre Bewegtbild-Inhalte über Verträge mit der Video-Plattform.

Airbnb-Gründer Nathan Blecharczyck erläuterte die Aussichten für den Hostel-Konkurrenten: Europa sei ein wichtiger Markt, mehr als die Hälfte der Umsätze würden hier gemacht. Besonders große Hoffnungen ruhten auf dem deutschen Markt.

Europa im Wandel

Zum Auftakt standen an Tag eins der Konferenz Europa-Themen im Fokus von DLD16. Die EU-Kommissarin für Wettbewerb Margrethe Vestager sprach sich für einheitliche Regeln aller Unternehmen in Europa aus. Im Sinne der Nutzer und deren Privatsphäre plädierte sie außerdem für das "Recht auf Vergessen". Vestager: "Für Menschen ist es wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, auch in der digitalen Welt ihre Spuren verwischen zu können, oder sie freizugeben, je nachdem was ihnen wichtig ist." Im Anschluss diskutierten Investor Oliver Samwer, Jens Spahn (CDU), Jeremy Stoppelman (Yelp-CEO) und Dominik Stein (EQT Partners) über Europa als Start-Up-Standort. Samwer: "Wir dürfen uns nicht mit Amerika vergleichen, die haben ungleich mehr Geld zur Verfügung." Jens Spahn ergänzte: "Die große Frage ist: Können die europäischen Unternehmen wirklich mithalten? Ich würde sagen: Noch nicht."

Im Europakontext wurde auch das Thema "Flüchtlinge" diskutiert. Die Friedensnobelpreisträgerin Jody Williams konnte hier aus erster Hand berichten: Sie hat syrische Flüchtlinge auf ihrer Route durch Europa begleitet. Ihr Appell: "Wir müssen Technologien nutzen, um Menschen zu verbinden."

Infosphäre und Iconic Turn

Auch Kunst, visuelle Kommunikation und philosophische Aspekte der Digitalisierung unserer Welt hatten bei DLD16 einen hohen Stellenwert. Marne Levine, Chief Operating Officer von Instagram, sprach über den "Iconic Turn". Bilder würden unsere neuen Worte, sogar unsere neue Sprache werden, so Levine. Denn: "Bilder lösen die gleichen Emotionen aus, kulturübergreifend." Die mobile Nutzung würde dies noch befeuern und die visuelle Kommunikation weiter vorantreiben.

Luciano Floridi, Philosophieprofessor an der Universität Oxford, stellte seine Theorie einer "vierten Revolution" vor und diskutierte auf der DLD-Bühne mit Moderator Jeff Jarvis (CUNY), Peter Weibel (ZKM) und Peter Sloterdijk über unser Leben in der "Infosphäre". Floridi sagte, das Digitale beschreibe die Welt nicht, es schreibe ihrer Geschichte neue Kapitel ein. Wir seien heute abhängig von digitalen Geräten: "Vieles können sie besser als wir. Und weil wir sie den Job machen lassen, verändern wir uns."

Digital Stars ausgezeichnet

Zum vierten Mal hat Focus im Rahmen von DLD digitale Innovationen deutscher Unternehmen, Forschungsinstitute oder Start-ups mit dem "Digital Star Award" ausgezeichnet. Der Hauptpreis für die "Innovation of the Year" ging an das Münchner Unternehmen "NavVis". Mit dem Nachwuchspreis "Digital Perspective" wurde "Antelope" ausgezeichnet - für die erste Sportbekleidung mit integriertem EMS-System. In der Kategorie "Editor's Choice" ging der Award an "ArtiMinds", ein Spin-off des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

   Weitere Informationen rund um DLD16 sowie Bild- und Videomaterial 
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Hintergrund

DLD ist die internationale Konferenz- und Innovationsplattform von Hubert Burda Media. DLD Media veranstaltet Europas führende Digitalkonferenz DLD sowie die Sommerkonferenz DLDsummer in München, DLD New York City und DLD Tel Aviv. Darüber hinaus veranstaltet DLD mit dem Format DLDsalons Networkingevents auf der ganzen Welt, wie etwa in Palo Alto, London, Istanbul, Barcelona, Moskau, Los Angeles, Rio de Janeiro und Peking. Zu den vielen prominenten Speakern der über zehnjährigen DLD-Geschichte zählen unter anderem Jan Koum (WhatsApp), Travis Kalanick (Uber), Mark Zuckerberg (Facebook), Eric Schmidt (Google), Sean Parker (Napster), Marissa Mayer (Yahoo!), Sheryl Sandberg (Facebook) und viele mehr. Geschäftsführer sind Stephanie Czerny, die 2005 die DLD-Konferenz mit gegründet hat, sowie Dominik Wichmann, der seit September 2015 als zusätzlicher Geschäftsführer und Chefredakteur an Bord ist.

Pressekontakt:

Dorothee Stommel 
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