BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

BPI: Abschied vom Wettbewerb

Berlin (ots) - Mit den Überlegungen, Impfungen nach einem Durchschnittspreis zu vergüten, verabschiedet sich die Koalition erneut von wettbewerblichen Strukturen. Zielführender wäre es, den Partner(n) auf Landesebene eine Verhandlungsmöglichkeit einzuräumen, um den regionalen Besonderheiten der jeweiligen Impfvereinbarungen gerecht zu werden. "Wir sollen auf diesem Weg, den die Koalition einschlagen will, die dritte Form der Erstattungspreisfindung bekommen: Einmal haben wir Festbeträge kombiniert mit Rabattverträgen, einmal bekommen wir zentrale Verhandlungen und nun einen Durchschnittspreis. Dies ist schlicht nicht nachvollziehbar und hat mit Marktmechanismen rein gar nichts mehr zu tun", erklärte Dr. Norbert Gerbsch, stellv. Hauptgeschäftsführer des BPI:

Der Minister beabsichtigt durch das Ministerium einen europäischen Durchschnittspreis errechnen zu lassen, nach dem sich die jeweiligen Rabatte bemessen sollen. Doch dadurch verändert sich auch die Kompetenzverteilung gravierend. Während bis dato die Organe der Selbstverwaltung in die Erstattungspreisfindung einbezogen waren, soll nun das Ministerium selber die Rabatthöhen festlegen. "Von Markt und Wettbewerb verabschieden wir uns auf diese Weise vollständig", so Gerbsch.

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Joachim Odenbach
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