BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

BPI: Arzneimittelgeschäft schwächt sich ab

Berlin (ots) - In Deutschland schwächt sich der Arzneimittelverkauf erkennbar ab. In den ersten vier Monaten dieses Jahres setzten die Apotheken 2,8 Prozent weniger Arzneimittelpackungen ab als im Vorjahreszeitraum. Dies gab der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) heute in Berlin auf Basis von Untersuchungen des Instituts für Medizinische Statistik bekannt. Insgesamt wurden von Januar bis einschließlich April 547,3 Millionen Arzneimittelpackungen verkauft. Trotz der Absatzrückgänge verzeichnete die Umsatzentwicklung ein leichtes Plus: Die Umsätze stiegen um 2,4 Prozent auf 10,02 Milliarden Mark. Allerdings gibt es - so der BPI - gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Marktsegmenten. Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln stieg um 4,6 Prozent, mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten sank er dagegen um 3,4 Prozent. Wie der BPI mitteilte, sind die Arzneimittelpreise in diesem Jahr insgesamt relativ stabil. Bis einschließlich April stiegen sie im sogenannten GKV-Markt lediglich um 0,8 Prozent an. Auch 1999 hatte das Geschäft mit den gesetzlichen Krankenkassen zugelegt. Gemessen am Umsatz zu Herstellerabgabepreisen wuchs dieses Marktsegment um 7,5 Prozent auf 22 Milliarden Mark. Auch dort zeigt sich bei den Arzneimittelmengen eine rückläufige Tendenz. Zu Lasten der GKV wurden im vergangenen Jahr 863,2 Millionen Arzneimittelpackungen verordnet, das sind 2,9 Prozent weniger als 1998. Die Preise haben an diesem Zuwachs nach BPI-Angaben nur einen geringen Anteil. Sie stiegen 1999 insgesamt um 0,8 Prozent. Dies ist das Resultat zweier unterschiedlicher Entwicklungen: Während die Arzneimittel, für die Festbeträge festgesetzt wurden, um 0,3 Prozent billiger wurden, erhöhten sich die Preise für nicht durch Festbeträge reglementierte Arzneimittel um 1,9 Prozent. Die Preisentwicklung bei den Festbetragsarzneimitteln beweist nach Meinung des BPI, dass sich die Festbetragsregelung überlebt hat. Denn seit gut einem Jahr ist die Festbetragsregelungen durch Gerichtsentscheide obsolet. Die Hersteller könnten ihre Preise beliebig festsetzen. Dennoch konnten sie angesichts des enormen Wettbewerbs keine Preisanhebungen durchsetzen. Die pharmazeutische Industrie hat 1999 ihre Produktion um 3,4 Prozent auf 36 Milliarden Mark zu Herstellerabgabepreisen steigern können. Der Export wuchs im selben Jahr um 2,5 Milliarden auf 28,56 Milliarden Mark an. Der Import entwickelte sich deutlich stärker. Er wuchs um 5,5 Milliarden Mark auf 21,44 Milliarden. ots Originaltext: Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Pressekontakt: Thomas Postina Tel.: 069/2556-1261; E-Mail: TPostina@bpi.de Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet (www.bpi.de) Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

Das könnte Sie auch interessieren: