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ZDF-Intendant Markus Schächter im journalist-Interview: "Es besteht die Gefahr eines Generationsabrisses."

Remagen (ots) - "Das junge Publikum ist unsere größte Baustelle", sagt ZDF-Intendant Markus Schächter. "Es besteht die Gefahr eines Generationsabrisses" - mit der Folge, dass junge Menschen nicht mehr die anspruchsvollen Informationssendungen sehen wollten, für die öffentlich-rechtliches Fernsehen im Kern stehe. Für das ZDF, so Schächter im Gespräch mit dem Medienmagazin journalist, werde immer deutlicher, "dass die gesamte Breite der Gesellschaft nicht mehr mit einem einzigen Kanal erreicht werden kann".

Seit einiger Zeit lagert das Zweite Deutsche Fernsehen Angebote für jüngeres Publikum zunehmend ins Internet und in reichweitenschwache Digitalkanäle wie ZDF Neo und ZDF Infokanal aus, anstatt ihnen Platz im Hauptprogramm einzuräumen. Für Schächter "die einzig realistische Perspektive". Das ZDF brauche mehrere Kanäle sowie nonlineare Angebote. Kritik von Seiten der Privatsender und Verleger an den Online-Aktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen weist der ZDF-Intendant zurück: "Die Vorstellungen mancher Vertreter der Verbände, die uns im Prinzip das geschriebene Wort im Netz verbieten wollen, sind realitätsfern."

Als "ordentliche Erfolgsgeschichte" bezeichnet Markus Schächter den Spartensender ZDF Neo. Nach einem halben Jahr auf Sendung erreicht der Kanal für 25- bis 50-Jährige derzeit einen Marktanteil von 0,2 Prozent. Neo sei auch ein Labor, "weil uns in der bald 50-jährigen Geschichte des ZDF gefehlt hat, was die Dritten Programme für das Erste waren: die Möglichkeit zum Experimentieren und Testen". Schächter kündigte an, Neo-Sendungen zumindest partiell ins Hauptprogramm zu holen. So werde das Comedy-Format "Süper Tiger" während der Fußball-WM im Juni im ZDF zu sehen sein.

Das komplette Interview mit Markus Schächter lesen Sie in der Mai-Ausgabe des Medienmagazins journalist.

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