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"Auch in Zukunft eine Institution" - Medienexperten beurteilen die ersten 100 Tage der neuen Spiegel-Chefredaktion

Remagen (ots) - Die ersten 100 Tage sind vorüber: Seit dem 5. Februar tragen Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo die redaktionelle Verantwortung für den Spiegel. Wie beurteilen Medienexperten und Kollegen aus Chefredaktionen das Nachrichtenmagazin unter der neuen Führung? Dieser Frage geht das Medienmagazin journalist in seiner aktuellen Ausgabe nach - und kommt zu unterschiedlichen Antworten. Insgesamt ergeben die Einschätzungen der befragten Journalisten und Branchenkenner ein verhalten-optimistisches Stimmungsbild. "Gewichtiger als zuletzt" findet Sven Gösmann, Chefredakteur der Rheinischen Post in Düsseldorf, den Auftritt des Nachrichtenmagazins. "Die Titelpolitik ist klarer und aktueller: Amstetten oder die 'Akte Siemens' schaffen es aufs Cover, und das ist gut so." Für die Zukunft erwartet Gösmann zudem einen "deutlich beschleunigten Ausbau des crossmedialen Ansatzes". Bernd Ziesemer, Chefredakteur des Handelsblatts, kann hingegen keinen Kurswechsel erkennen - die Titelgeschichten seien ihm nach wie vor zu "soft". Trotzdem bleibe der Spiegel "auch in Zukunft eine Institution in Deutschland". Der Doppelspitze als redaktioneller Führungsform räumt Ziesemer keine großen Chancen ein - "wenn sie beim Spiegel funktionieren sollte, wäre ich überrascht". Eine gewisse Vorsicht in der Berichterstattung hat Roger Köppel, Chefredakteur und Verleger der Schweizer Weltwoche, bei den Hamburgern beobachtet. Diese publizistische Zurückhaltung sei momentan zwar richtig, irgendwann müssten aber auch wieder klarere Akzente gesetzt werden: "Das Betablocker-Prinzip ist auf Dauer gefährlich", sagte Köppel, früherer Chefredakteur der Welt, dem journalist. Die gesamte Umfrage lesen Sie in der Juni-Ausgabe des Medienmagazins journalist. Außerdem: Olympia 2008 - so bereiten sich deutsche Redaktionen auf die Spiele vor / Sanfte Freizügigkeit: China erwartet mehr als 30.000 ausländische Journalisten / Regimekritik: Jochen Graebert, ARD-Korrespondent in Peking, über gefährliche Dreharbeiten Pressekontakt: journalist - Das deutsche Medienmagazin Anna von Garmissen / Matthias Daniel Chefredaktion Telefon: +49(0) 228 20172-24 Fax: +49(0) 228 20172-33 journalist@journalist.de Original-Content von: journalist - Das Medienmagazin, übermittelt durch news aktuell

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