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Viele Unternehmer mussten schon einmal neue Maschinen teuer nachrüsten
Fast jeder verwechselt die CE-Kennzeichnung mit einem Prüfsiegel
Umfrage unter Firmen

Viele Unternehmer mussten schon einmal neue Maschinen teuer nachrüsten / Fast jeder verwechselt die CE-Kennzeichnung mit einem Prüfsiegel / Umfrage unter Firmen / Die App "Sicher investieren" hilft bei Investitionsentscheidungen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/18978 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle ...

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Köln (ots) - Viele Unternehmen mussten nach dem Kauf schon einmal eine Maschine nachbessern lassen, weil diese nicht den Anforderungen an Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz entsprach. Dadurch entstanden oftmals hohe zusätzliche Kosten. Ein Grund ist, dass sich viele Entscheider auf die CE-Kennzeichnung verlassen. Leider erwartet dabei fast jeder Unternehmer, dass die CE-Kennzeichnung durch ein Prüfinstitut vergeben wird. - Das sind nur einige der wichtigsten Ergebnisse, die die aktuelle Umfrage der BG ETEM zum Thema "Sicher investieren - Fehleinschätzungen beim Maschinenkauf" zutage gefördert hat. Für die Studie ließ die BG ETEM 200 Führungskräfte, die über den Kauf von Maschinen entscheiden, in kleineren Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern befragen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung:

- Jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) musste schon einmal 
nachträglich Veränderungen an einer Maschine vornehmen lassen. Etwa 
jedes sechste Unternehmen (16 Prozent) nahm die Anpassungen aufgrund 
mangelnder Schutzeinrichtungen vor. 
- Weitere Hauptgründe für die nachträglichen Anpassungen der 
Maschinen waren mangelnde Qualität (16 Prozent), mangelnde Anpassung 
an Gegebenheiten im Betrieb (15 Prozent) und mangelnde 
Berücksichtigung von Arbeitsbedingungen für 
die Mitarbeiter (9 Prozent). 
- Zwar konnten die Verbesserungen in den
meisten Fällen vom Hersteller (64 Prozent) oder durch eigene bauliche
Veränderungen oder Umbauten (34 Prozent) behoben werden, jedoch sind 
dadurch für vier von zehn Unternehmen (38 Prozent) hohe oder sehr 
hohe Kosten entstanden. 
- Aufgrund dieser Erfahrungen richten die 
Unternehmen inzwischen bei ihren Investitionsentscheidungen neben 
den Kosten ein besonderes Augenmerk auf Betriebssicherheit und 
Arbeitsschutzkriterien. 
- Erstaunlich ist, dass Betriebssicherheit 
(58 Prozent) und Arbeitsschutzkriterien (56 Prozent) bei der 
Kaufentscheidung gleichermaßen eine sehr hohe Rolle spielen wie der 
Kaufpreis (58 Prozent). 

Prüfsiegel sind bekannt und relevant

- Rund die Hälfte aller Befragten kennt sich, zumindest teilweise, mit gängigen Prüfsiegeln aus. Entscheider aus größeren Unternehmen sind eher mit Prüfsiegeln vertraut als diejenigen in kleineren Betrieben.

- Unternehmer, die Prüfsiegel kennen, legen bei ihren Maschinen 
gleichsam größeren Wert auf Arbeitsschutz. 
- Fast jeder kennt das GS-Zeichen (85 Prozent). 
- Zwar kennen 89 Prozent die CE-Kennzeichnung, aber fast jeder 
ordnet diesem Eigenschaften zu, die es nicht beinhaltet. So denken 76
Prozent der Entscheider fälschlicherweise, die CE-Kennzeichnung werde
von einem Prüfinstitut vergeben. 

Entscheider setzen auf Maschinen Made in Germany

- Obwohl die meisten Befragten angeben, dass es bei der Kaufentscheidung keine erhebliche Rolle spielt, wo die Maschine gebaut wurde, bevorzugen dennoch drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmer eine Maschine von deutschen Anbietern. 32 Prozent der Maschinen stammen aus Europa und lediglich 10 Prozent aus anderen Industrieländern wie USA oder Japan. Nur 8 Prozent der Maschinen kommen aus China.

- Je hochpreisiger die Maschinen sind, desto eher stammen sie aus Deutschland.

Herstellerangaben und eigenes Fachwissen wichtig

- Für die Beurteilung der Sicherheitstechnik sind Herstellerangaben (49 Prozent), eigenes Fachwissen (39 Prozent) und Fachleute aus dem eigenen Betrieb (38 Prozent) die wichtigsten Informationsquellen, wenn es um Investitionsentscheidungen geht. Auch auf die Unterstützung der Berufsgenossenschaft (22 Prozent) und das GS-Zeichen (21 Prozent) legen die Entscheider Wert.

- Mehr als die Hälfte der Befragten würde Hilfe in Form einer Checkliste oder einer App bei einer Kaufentscheidung nutzen (54 Prozent). Die BG ETEM hat diesen Bedarf erkannt und daraufhin die App "Sicher investieren" entwickelt. Die App deckt Risiken einer Maschine bereits vor dem Kauf auf und hilft Kaufentscheidern, eine sichere Maschine zu finden (siehe auch Pressemitteilung zur App). Die Inhalte der App gibt es auch als Checkliste im PDF-Format zum Downloaden.

Die Zusammenfassung der Studie "Sicher investieren - Fehleinschätzungen beim Maschinenkauf" der BG ETEM finden Sie beigefügt.

Alle drupa-Besucher sind eingeladen, sich mit uns während der drupa auszutauschen und die App auszuprobieren. Sie finden den Stand der BG ETEM in Halle 6/A01.

Pressekontakt:

Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon 0221 3778-5521
Telefax 0221 3778-19 5521
Mobil 0175 260 73 90
E-Mail sprotte.christian@bgetem.de
Internet www.bgetem.de

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