Berliner Volksbank

Berliner Volksbank - klares Bekenntnis zur regional verankerten Filialbank

    Berlin (ots) -

    Bilanz spiegelt strikten Konsolidierungskurs wider          Umfangreiche Risikovorsorge belegt Leistungsfähigkeit der genossenschaftlichen Sicherungseinrichtung          Geschäftsjahr 2000 geprägt von strategischer Neuausrichtung          Für die Berliner Volksbank eG war 1999 das Jahr der Konsolidierung und der strategischen Neuausrichtung. Schwerpunkte dabei waren die Fusion mit der GrundkreditBank eG - Köpenicker Bank rückwirkend zum Jahresanfang 1999, die Aufarbeitung und Abdeckung der Altrisiken und die grundlegende Neuausrichtung der Geschäftspolitik. Seit Anfang 2000 wird nach der erfolgten Integration intensiv an der Umsetzung der strategischen Neuausrichtung der neuen Berliner Volksbank gearbeitet.          Bilanz spiegelt strikten Konsolidierungskurs wider Die Geschäftsentwicklung des fusionierten Geldinstitutes ist geprägt vom strikten Konsolidierungskurs. Die Bilanzsumme der neuen Bank verringert sich im Vergleich zum addierten Geschäft der beiden Altinstitute 1998 um 5,4 Mrd. DM (18,9 %) auf 23,2 Mrd. DM. Das Geschäftsvolumen erreichte zum Jahresende 25,1 Mrd. DM und lag damit um 6,8 Mrd. DM (21,3 %) unter dem des vorausgegangenen Jahres. Bei der Konzentration auf das Kerngeschäft wurden vor allem risikobehaftete und unrentable Geschäftszweige abgebaut.          So wurden zum Beispiel 1,7 Mrd. DM Kundenforderungen an ein Unternehmen des genossenschaftlichen Verbundes, der Bank Aktien Gesellschaft (BAG) Hamm, verkauft. Darüber hinaus gingen große Kundenengagements im Volumen von 250 Mio. DM mit globalen Betreuungsanforderungen an die DG Bank Deutsche Genossenschaftsbank AG über. Insgesamt sank das Kundenkreditvolumen dadurch um 4,6 Mrd. DM (23,5 %) auf 15 Mrd. DM. Kundeneinlagen inklusive der eigenen Inhaberschuldverschreibungen gingen ebenfalls um 4,1 Mrd. DM (18,5 %) auf 18 Mrd. DM zurück. Hier spiegelt die Bilanz die Abgabe von nicht mehr benötigten Refinanzierungsmitteln, insbesondere im institutionellen Geschäft, wider.

      Durch die unverändert hohe Arbeitslosigkeit und geringe
Lohnsteigerungen sanken auch Spareinlagen - um 0,4 Mrd. DM (8,3 %)
auf 4,4 Mrd. DM. Allerdings: Die Kunden legen ihr Geld verstärkt in
Aktien und Aktienfonds an. Der gesamte Umsatz der Aktien-, Fonds- und
Rentenwerte im Filialgeschäft stieg auf 4,5 Mrd. DM. Das Ergebnis war
- bedingt durch die Kursentwicklung an den Aktienmärkten -
zufriedenstellend. Das Depotvolumen der Kunden wuchs auf 7,8 Mrd. DM.
    
    Bei den Sichteinlagen inklusive der Tagesgelder war ein Rückgang
von 0,5 Mrd. DM (9 %) auf 5 Mrd. DM zu verzeichnen. Die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Berichtsjahr um
30,7 % auf 2,9 Mrd. DM abgebaut worden. Forderungen an
Kreditinstitute sanken parallel um 29,5 % auf 4,3 Mrd. DM. Während
der Bestand an Schuldverschreibungen sich um 0,9 Mrd. DM (22,5 %) auf
3,1 Mrd. DM verringerte, wurde der Bestand an Aktien und anderen
nicht festverzinslichen Wertpapieren um 102,1 Mio. DM (52,4 %) auf
297 Mio. DM aufgestockt. Diese Entwicklung basiert ebenfalls auf dem
eingangs beschriebenen Strukturbereinigungsprozeß.
    
    Die Aktivitäten der Bank im Immobilienbereich sind unter dem Namen
GrundkreditBank - Zweigniederlassung der Berliner Volksbank eG in der
ehemaligen Zentrale der GKB an der Budapester Straße zusammengefasst.
Das Neugeschäft im Bereich der gewerblichen Immobilienkunden ist aus
Risikogründen im Berichtsjahr nur selektiv betrieben worden. Das
Ausleihungsvolumen erreichte zum Bilanztag 5,1 Mrd. DM. Eine
Neuordnung der gewerblichen Immobilienaktivitäten ist derzeit in
Planung.
    
    Ihren Bestand an Beteiligungen und Anteilen an verbundenen
Unternehmen hat die Berliner Volksbank um 181 Mio. DM aufgestockt.
Dabei ist die Bank auch neue Engagements innerhalb des
genossenschaftlichen Verbundes eingegangen.
    
    Die Verwaltungsaufwendungen inklusive der Abschreibungen auf
Sachanlagen haben sich im Berichtsjahr um 73,2 Mio. DM (11,4 %) auf
713 Mio. DM erhöht. Grund dafür sind vor allem Einmalaufwendungen in
Höhe von rund 55 Mio. DM für den sozialverträglichen Abbau von
Mitarbeitern, die Aufstockung von Zuwendungen zur Unterstützungskasse
sowie Maßnahmen zur Anpassung der Ablauforganisation an die neue
strategische Ausrichtung der Bank. Die Personalkosten sind um 41,6
Mio. DM (12,5 %) auf 375,8 Mio. DM gestiegen. Mit 35 Mio. DM den
größten Anteil daran haben die Kosten für den Abbau von vier Prozent
der Beschäftigten auf jetzt 3.197 Mitarbeiter. Die anderen
Verwaltungskosten haben sich um 41,3 Mio. DM (17,1 %) auf 283,1 Mio.
DM erhöht. Darin enthalten sind die Kosten für die neue Zentrale am
Potsdamer Platz sowie Ausgaben zur Anpassung der Ablauforganisation
an die neue Geschäftsstrategie.

    
    Umfangreiche Risikovorsorge belegt Leistungsfähigkeit der
genossenschaftlichen Sicherungseinrichtung
    
    Die unverändert schwache Konjunktur in der Region
Berlin/Brandenburg, die nach wie vor angespannte Situation auf dem
Immobilienmarkt sowie der straffe Sanierungskurs haben die Bank 1999
erheblich belastet. Im operativen Bereich (Rohüberschuß minus
Verwaltungsaufwendungen) war somit ein Rückgang um 73,3 Mio. DM auf
nunmehr - 85,9 zu verzeichnen. Darin enthalten sind ca. 90 Mio. DM
fusionsbedingte Einmalaufwendungen. Einschließlich der Risikovorsorge
beträgt das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -133,6 Mio. DM.
Zur Abdeckung dieses Verlustes sowie zum Ausgleich von Ertrags- und
Bonitätsrisiken und zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 2,5 % hat
die Bank einen Barzuschuß von 125,8 Mio. DM von der
Sicherungseinrichtung des genossenschaftlichen Verbundes erhalten.
Hinzu kommt noch eine Bürgschaft der Sicherungseinrichtung des
Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.
über 518 Mio. DM.
    
    Das bilanzielle Eigenkapital der Berliner Volksbank beträgt zum
Stichtag 1,05 Mrd. DM und entspricht damit 4,5 % der Bilanzsumme. Das
Geschäftsguthabenkapital verringerte sich um 37,2 Mio. DM (6,1 %) auf
570 Mio. DM. Die Bank hat zum Bilanzstichtag 133.195 Mitglieder. Der
Rückgang des gezeichneten Kapitals ist zu einem großen Teil auf das
planmäßige Auslaufen einer stillen Beteiligung in Höhe von 75 Mio. DM
zurückzuführen, die die GrundkreditBank eG beim Kauf der DKH Deutsche
Kredit- und Handelsbank aufgenommen hat.
    
    Um die Verluste zu minimieren, setzt die Bank auf den konsequenten
Auf- und Ausbau der Risikosteuerungssysteme. Die Bonität der Kunden
wird dabei ebenso gründlich geprüft wie Marktpreisrisiken, operative
Risiken oder Liquiditätsrisiken. Für die Marktpreisrisiken wurde ein
Gesamtlimit von 59 Mio. DM festgelegt. Dieses Limit wurde im
Bilanzzeitraum nie überschritten, sondern maximal mit 88,8 % (52 ,4
Mio. DM) ausgelastet. Bei den Ausfallrisiken hat die Berliner
Volksbank eine intensive bankinterne Kreditrisikoanalyse in enger
Abstimmung mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken eingerichtet.
    
    Geschäftsjahr 2000 geprägt von strategischer Neuausrichtung
    
    Bei der strategischen Neuausrichtung der Berliner Volksbank stehen
die Bedürfnisse der mehr als 400.000 Privat- und mittelständischen
Firmenkunden im Mittelpunkt. Diese Zielgruppe fest im Blick, werden
die Vertriebswege neu organisiert und durch moderne Informations- und
Kommunikationstechnologie unterstützt.
    
    Insbesondere die Vertriebsaktivitäten im Zinsgeschäft und im
Provisionsgeschäft werden in den 116 Filialen in Berlin und
Brandenburg intensiviert, um mit einer bedarfsorientierten
Produktpalette im Mengengeschäft Marktanteile auszubauen. Dazu wird
im Privatkundengeschäft die Beratungskompetenz der Filialbank mit der
ständigen Verfügbarkeit und dem speziellen Service einer Direktbank
verknüpft. Darüber hinaus bieten die Mitarbeiter in den 29
Beratungszentren den Kunden mit spezielleren Finanzierungs- und
Anlagewünschen ihr Know-how vor Ort an.
    
    Das neue Filial-Konzept wird seit Anfang April erstmals in der
Oranienburger Straße in Berlin-Mitte umgesetzt. Fast zeitgleich
startete mit dem "Bank im Markt"-Konzept in einem Reichelt-Markt in
Berlin-Wilmersdorf eine neue Filialvariante, mit der gezielt dort auf
potentielle Privatkunden zugegangen wird, wo eine dichte Präsenz
vorhanden ist, beispielsweise in Einkaufszentren und Supermärkten.
    
    Im laufenden Geschäftsjahr soll die Konsolidierung in eine
geschäftliche Neuausrichtung übergeleitet werden. Beim Ergebnis aus
der normalen Geschäftstätigkeit rechnet die Berliner Volksbank wegen
der hohen Umstrukturierungs- und Risikokosten allerdings im laufenden
Jahr nochmals mit einem Verlust nach Risikovorsorge. Auch für das
Jahr 2000 wird deshalb ein Sanierungs-zuschuß der
Sicherungseinrichtung benötigt.
    
      Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern unter
(0 30) 30 63-17 17 zur Verfügung.
    

ots Originaltext: Berliner Volksbank eG
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Gudrun Wilke
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