Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Stifterverband stellt neue Förderprogramme vor

    Essen (ots) -
    
    - Aktionsprogramm "ReformStudiengänge" zur echten
        Neustrukturierung von Bachelor/Masterstudiengängen
    
    - Aktionsprogramm "ÜberGänge" für systematische Kooperationen
        zwischen Hochschulen und Schulen
    
    - Vergleichende Studie zu Forschungsleistungen
    
    - Modellstudiengang "Hochschul- und Wissenschaftsmanagement" zur
        Professionalisierung der Verwaltungen
    
    Die neuen Förderprogramme des Stifterverbandes dienen der
Nachhaltigkeit und Verstetigung der Hochschulreform zur Verbesserung
der internationalen Wettebewerbsfähigkeit.
    
    "Das Jahr 2001 hat den Diskurs über die Werte in unserer
Gesellschaft wieder angestoßen. Vieles ist neu zu überdenken. Als
Einrichtung an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
wissen wir um die Bedeutung von Weltoffenheit  und werden unsere
Aktivitäten in Richtung Internationalisierung eher noch
intensivieren". Dies sagte Dr. Arend Oetker, der Präsident des
Stifterverbandes, anlässlich der Jahrespressekonferenz im
Wissenschaftszentrum Bonn. Mehr als ein Viertel des Programmbudgets
des Stifterverbands dient unmittelbar der Internationalisierung der
Wissenschaft in Deutschland.
    
    Folgende neue Förderaktivitäten sind geplant:
    
    Aktionsprogramm "ReformStudiengänge"
    
    Der Stifterverband wird Studiengänge fördern, die im Rahmen der
Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen auf eine wirkliche und
umfassende Neuausrichtung der Lehr- und Prüfungsinhalte sowie der
Studienstruktur abzielen. Insgesamt sollen fünf "ReformStudiengänge"
drei Jahre lang mit insgesamt 1,5 Mio. Euro unterstützt werden.
"Viele Fachbereiche haben die neuen Studienabschlüsse nur über die
etablierten Diplomstudiengänge gestülpt. Damit haben sie das
Potential für eine echte Innovation der Hochschulausbildung nicht
genutzt," kommentierte der Stifterverbandspräsident die Fördermotive.
    
    Aktionsprogramm "ÜberGänge"
    
    Mit seinem neuen Aktionsprogramm "ÜberGänge" möchte der
Stifterverband die systematische Zusammenarbeit zwischen Hochschulen
und Schulen anstoßen. Zu diesem Zweck sollen besonders gelungene
Gesamtkonzepte der Zusammenarbeit gefördert und vernetzt werden.
Darüber hinaus sollen Modelle für die Optimierung der Kooperationen
sowie für Beratungs- und Auswahlverfahren erarbeitet werden. "Um hier
Verbesserungen zu bewirken, bedarf es mehr als des Engagements
Einzelner. Die Angebote der Hochschulen für die Schulen müssen in
Zukunft Teil einer dauerhaften Hochschulstrategie werden", erklärte
Oetker die Förderidee.
    
    Vergleichende Studie zu Forschungsleistungen
    
    Zur vergleichenden Bewertung der Forschungsleistungen an deutschen
Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen will der Stifterverband
mit Hilfe erfahrener Wissenschaftsforscher eine Studie erarbeiten.
Ein mit renommierten Experten besetzter Fachbeirat wird die Erhebung
und Bewertung dieses Forschungsrankings begleiten. Wichtigster
Partner bei der Erstellung der Studie ist die Deutsche
Forschungsgemeinschaft. "Ohne eine solche vergleichende Bewertung
können wir uns im internationalen Vergleich schwerlich
positionieren", sagte Oetker.
    
    Modellstudiengang "Hochschul- und Wissenschaftsmanagement"
    
    Der Stifterverband will einen Studiengang "Hochschul- und
Wissenschaftsmanagement" einrichten und fördern. Damit soll ein
eigenständiger Berufszweig für das Führungspersonal an Hochschul- und
Forschungsinstitutionen entstehen. Der Aufbaustudiengang wäre der
erste seiner Art in Deutschland, während in anderen europäischen
Ländern entsprechende Ausbildungsgänge bereits bestehen. "Es ist
anachronistisch und gänzlich unzu-reichend, dass moderne
Hochschulverwaltungen immer noch mit Laufbahnbeamten ohne
Managementerfahrung besetzt werden", begründete Oetker das
Förderprogramm.
    
    Weitere Informationen im Internet www.stifterverband.org oder bei
Dr. Angela Lindner, Telefon 0201 / 8401 158 oder  
    
    Email: a.lindner@stifterverband.de
    
    
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Pressekontakt:
Frau Dr. Angela Lindner
Tel. 0201/8401-158

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