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kressreport: Wirtschaftsmagazin "Bizz" wird eingestellt.

    Heidelberg (ots) - Gruner + Jahr stellt sein junges
Wirtschaftsmagazin "Bizz" ein. Die Einstellung zu diesem Zeitpunkt
kommt überraschend. Zwar hat "Bizz" im Zuge der Konjunkturflaute an
Auflage und vor allem massiv an Anzeigenseiten eingebüßt, im Oktober
wurde das Magazin dann aber einem umfassenden Relaunch unterzogen. In
der Branche wurde das als "letzte" Chance gewertet. Eine Chance, die
nach nur zwei Ausgaben schon verspielt ist. Eine knallharte
Entscheidung, die zeigt, wie sehr der Großverlag G+J unter der
andauernden Branchen-Krise leidet. Grund für die Einstellung ist
offenbar die anhaltende Marktschwäche vor allem bei den neueren
Wirtschaftstiteln. "Bizz" reiht sich ein in die traurige Reihe der
eingestellten Titel vom vergangenen Jahr - von "Wiwo e-business" über
"Business 2.0" bis zu "Net Business". Und dass, obwohl "Bizz" nicht
auf die kränkelnende New Economy fixiert war. "Bizz" war ursprünglich
als junger Ableger des G+J-Wirtschafts-Flaggschiffs "Capital" ins
Rennen gegangen. Mit dem Relaunch hat "Bizz" den "Capital"-Schriftzug
dann abgestreift, das Heft wollte sich vom Mutterblatt emanzipieren.
Die erste Ausgabe nach dem Relaunch, zum Schnupperpreis von 2 Mark
angeboten, hatte dann auch zufriedenstellende Verkaufszahlen. Aber
schon das Dezember-Heft ist zum normalen Preis im Vertrieb dem
Markt-Trend folgend wieder eingebrochen. Insgesamt hat "Bizz" nach
kress-Informationen den Verlag über 15 Mio Euro gekostet. Was mit der
Redaktion geschieht - immerhin rund 30 Leute - ist unklar.
Chefredakteur Thomas Voigt ist gleichzeitig auch CR beim G+J-Magazin
"Impulse". Was mit dem TV-Ableger "Bizz TV" bei ProSieben geschieht
ist noch unklar. Nach kress-Infos besteht die Möglichkeit, dass die
TV-Sendung auch ohne das Heft weiter produziert wird. Auf Anfrage
wollte G+J-Pressesprecher Kurt Otto die Einstellung von "Bizz" nicht
bestätigen, allerdings räumte er ein, dass darüber diskutiert wird.
G+J befindet sich auch in den USA auf hartem Sparkurs. Die
Wohnzeitschrift "Homestyle" wird eingestellt. Das letzte Heft
erscheint im März
    

ots Originaltext: kressreport
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Stefan Winterbauer
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