Bundesverb. Prakt. Tierärzte e.V.

Lebensmittelsicherheit
Das neue Gütesiegel - Ohne Tierärzte geht es nicht
Tierärzte fordern: "stable to table Konzept" soll künftig die Qualität tierischer Lebensmittel sichern

Frankfurt/Main (ots) - Im Rahmen seines Jahreskongresses in Hannover forderte der Bundesverband Praktischer Tierärzte e. V. (BPT) in seiner heutigen Pressekonferenz, dass sich das von Tierärzten erarbeitete "stable to table-Konzept" ("vom Stall bis zur Ladentheke") in einem staatlich anerkannten Gütesiegel mit gehobenem Standard für die konventionelle Lebensmittelproduktion niederschlagen muss. BSE, Tierarzneimittelskandal, Maul- und Klauenseuche, die jüngsten Krisen in der Produktion tierischer Lebensmittel, haben das Verbrauchervertrauen schwinden lassen. Ein staatlich anerkanntes Gütesiegel soll deshalb künftig die Qualität der konventionellen Produktion sichern. Nach Auffassung des Verbandes ist für die Qualitätssicherung tierischer Lebensmittel allerdings ein Gütesiegel nötig, dessen Standard höher angesiedelt sein muss, als es die gesetzlichen Vorgaben verlangen. Dies kann jedoch nur privatwirtschaftlich erreicht werden. Fleischwirtschaft und Lebensmittelindustrie haben sich bereits darauf eingestellt und arbeiten an der Umsetzung eines solchen Vorhabens. Für die Bereiche Tiergesundheit und Lebensmittelhygiene, die in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle spielen, erachtet es der BPT als notwendig, den spezialisierten Tierarzt in die gesamte Produktionskette angefangen von der Betreuung des Tierbestands im landwirtschaftlichen Betrieb über die Schlachtung bis hin zur Be- und Verarbeitung der vom Tier stammenden Lebensmitteln einzubeziehen. Der Verband hat für die genannten Bereiche ein Konzept in Anlehnung an das von der europäischen Tierärztevereinigung entwickelte "stable to table Konzept" ("vom Stall bis zur Ladentheke") erarbeitet, das sich an den Erfahrungen integrierter Produktionssysteme orientiert, die bereits in einigen anderen europäischen Ländern seit Jahren erfolgreich zum vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutz beitragen und dabei die ökologische Wirtschaftsweise und den Tierschutz in allen Teilbereichen berücksichtigen. Im Sinne der Lebensmittelsicherheit und des Verbraucherschutzes fordert er, dass sich dieses Konzept in einem staatlich anerkannten Gütesiegel mit gehobenem Standard für die konventionelle Lebensmittelproduktion niederschlägt. ots Originaltext: BPT Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Ansprechpartner: Dr. Karlheinz Simon (BPT-Präsident), T. 0175/9338075 Dr. Tobias Held (BPT-Präsidiumsmitglied), T. 0171/9905677 (Hintergrundinformationen finden Sie im Internet unter: http://www.tieraerzteverband.de/presse.htm) Original-Content von: Bundesverb. Prakt. Tierärzte e.V., übermittelt durch news aktuell

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