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Neue Richtlinien zur Kontrolle neonatalen Schmerzes

London, Großbritannien (ots-PRNewswire) - Laut neuer Richtlinien, die in den Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine (1) veröffentlicht wurden, bleibt Schmerz bei neugeborenen Babys oft unerkannt und wird daher auch oft unzureichend behandelt. Diese Richtlinien empfehlen in der nachgeburtlichen medizinischen Betreuung die angemessene Anwendung der Analgesie bei allen entsprechenden Indikationen, um so den Umgang mit neonatalem Schmerz zu verbessern und dessen negative Langzeitwirkungen zu verringern. Die Richtlinien wurden von der International Evidence-Based Group for Neonatal Pain aufgestellt. Diese Gruppe von Spezialisten für pädiatrischen Schmerz besteht aus 25 Ärzten und Schwestern aus 12 Ländern unter dem Vorsitz von Professor K.J.S. Anand vom Arkansas Children's Hospital in Little Rock, Arkansas, USA. Professor Anand hebt hervor: "Neueste Forschungen haben erwiesen, dass Schmerz ein um so größeres Schadenspotential aufweist, je früher und häufiger er auftritt. Kinder, die als Neugeborene wiederholt Schmerzen ausgesetzt waren, können größere Angst vor Schmerz entwickeln als andere Gleichaltrige." "Wir haben diese gemeinsame Erklärung zur optimalen Anwendung von Analgetika bei Neugeborenen herausgegeben, um so zur Verminderung von Langzeitfolgen beizutragen. Wir wollen dazu beitragen, die klinische Praxis zu verändern, indem wir deren Distanz zur akademischen Forschung verringern." Häufiger Einsatz invasiver Verfahren Auf Intensivstationen sind Neugeborene häufig invasiven und potentiell schmerzhaften Eingriffen ausgesetzt. Neuere Studien zeigen beispielsweise, dass Neugeborene auf der Intensivstation erstaunlich viele invasive Verfahrensweisen ertragen müssen (2,3), und aus einer anderen Studie geht hervor, dass derzeit durchschnittlich nur drei Prozent dieser Maßnahmen unter der Anwendung entsprechender Analgetika durchgeführt werden (4). Kenntnisdefizit Die Gruppe glaubt, dass der Mangel an Bewusstsein dafür, dass Neugeborene überhaupt Schmerz empfinden können, und die Angst vor möglichen negativen Folgen von Analgetika, insbesondere von Opioiden, unter den Mitarbeitern des Gesundheitswesens dazu beiträgt, dass die Schmerzbehandlung von Neugeborenen behindert wird. Aus dem vorliegenden Belegmaterial geht allerdings klar hervor, dass Neugeborene Schmerz empfinden können, was zum Abbau von Schmerz und dessen negativen Folgen den Einsatz von sicheren und effektiven Interventionen auf pharmakologischer Ebene wie in der Gestaltung der Behandlung und der Behandlungsumgebung dringend erforderlich macht. Zu diesen drei Arten von Maßnahmen könnten beispielsweise gehören: Umgebung: Verringerung von Licht und Lärm in der Nähe des Babys sowie ausreichende Ruhezeiten zwischen den medizinischen Behandlungen; Verhalten: Wickeln des Babys und Verwendung von gesüßten Schnullern (Nuckeln); und Pharmakologische Maßnahmen: Verwendung lokaler Anästhetika wie EMLAÆ (Salbe zur örtlichen Betäubung, die eine eutektische Mischung aus Lidokainen und Prilokainen enthält), Morphinen und anderen Opioiden, Acetaminophen oder sonstigen Mitteln zur örtlichen Betäubung. Acht-Punkte-Plan Die Gruppe hat acht Grundprinzipien zur Pflege von Neugeborenen erarbeitet, wozu beispielsweise die folgenden Regeln gehören: - Wenn eine Maßnahme für Erwachsenen schmerzhaft ist, so ist sie das auch für Neugeborene, auch wenn es sich um Frühgeborene handelt. - Die adäquate Schmerzbehandlung sollte im Zusammenhang mit einer Verminderung der klinischen Komplikationen und der Sterberate gesehen werden. - Die entsprechende Anwendung von pharmakologischen Interventionen beziehungsweise Änderungen in der Behandlung und der Behandlungsumgebung kann neonatalem Schmerz in vielen klinischen Situationen vorbeugen, ihn reduzieren oder gar vermeiden. Professor Anand erklärt weiter: "Unsere Richtlinien enthalten praktische Maßnahmen für den Umgang mit Schmerz, die von den Stationen für neonatale Intensivpflege (NICU: Neonatal Intensive Care Unit) in einer ganzen Reihe von Verfahren - Fersenschnitte, Lumbalpunktionen, intramuskuläre Injektionen - einfach angewandt werden können." "Die vorgeschlagenen Maßnahmen aus unserer gemeinsamen Erklärung sind hauptsächlich in etablierten NICUs, die eine fortschrittliche medizinische und pflegerische Betreuung von kritisch erkrankten Neugeborenen bieten, anzuwenden. Aber wir hoffen, dass sie auch von anderen klinischen Einrichtungen für den Umgang mit neonatalem Schmerz übernommen werden. Außerdem hoffen wir, dass unsere Richtlinien weitere Forschungen bezüglich spezifischer Therapieansätze auch in den Bereichen anregen, in denen derzeit noch keine entsprechenden Belege zur Verfügung stehen." Die International Consensus Group for Neonatal Pain wurde von der AstraZeneca, Inc., durch eine uneingeschränkte Ausbildungsbeihilfe unterstützt. AstraZeneca ist eines der wichtigsten internationalen Unternehmen der Pharmabranche, das sich mit der Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Gesundheitsdienstleistungen und verschreibungspflichtigen Pharmazeutika beschäftigt. Es ist mit einem Umsatz von 15 Mrd. US$ eines der fünf pharmazeutischen Spitzenunternehmen der Welt, das in den Bereichen gastrointestinaler, onkologischer, anästhetischer - einschließlich der Schmerzbehandlung -, kardiovaskulärer sowie für das Zentralnervensystem (CNS) und die Luft- und Atemwege bestimmter Produkte eine führende Stellung einnimmt. Referenzen: 1. Anand KJS.: International Evidence-Based Group for Neonatal Pain. Consensus statement for the prevention and management of pain in the newborn. Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine 2001; 155(2): 173-180. 2. Porter FL, Anand KJS.: Epidemiology of pain in neonates. Research & Clinical Forums 1998; 20(4): 9-16. 3. Barker DP, Rutter N.: Exposure to invasive procedures in neonatal intensive care unit admissions. Archives of Disease in Childhood; Fetal & Neonatal Edition 1995; 72(1): F47-8. 4. Johnston CC, Collinge JM, Henderson SJ, Anand KJS.: A cross-sectional survey of pain and pharmacological analgesia in Canadian and neonatal intensive care units. Clinical Journal of Pain 1997; 13(4): 308-12. EMLAÆ ist eine Handelsmarke der Unternehmensgruppe AstraZeneca. Hinweise für Redakteure: Der International Evidence-Based Group for Neonatal Pain gehören an: - K. J. S. Anand, Little Rock, USA (Chairman) - Huda Huijer Abu-Saad, Maastricht, Niederlande - Albert Aynsley-Green, London, Großbritannien - Eduardo Bancalari, Miami, USA - Franca Benini, Padua, Italien - G. David Champion, Darlinghurst, Australien - Kenneth A. Craig, Vancouver, Kanada - Tomasz S. Dangel, Warschau, Polen - Elisabeth Fournier-Charriére, Kremlin-Bicetre, Frankreich - Linda S. Franck, London, Großbritannien - Ruth Grunau, Vancouver, Kanada - Steen A. Hertel, Kopenhagen, Denmark - Evelyne Jacqz-Aigrain, Paris, Frankreich - Gerhard Jorch, Magdeburg, Deutschland - Benjamin I. Kopelman, Sao Paulo, Brasilien - Gideon Koren, Toronto, Kanada - Bjorn Larsson, Stockholm, Schweden - Neil Marlow, Nottingham, Großbritannien - Neil McIntosh, Edinburgh, Großbritannien - Arne Ohlsson, Toronto, Kanada, - Gunnar Olsson, Stockholm, Schweden - Fran Porter, St. Louis, USA - Renate Richter, Erlangen, Deutschland - Bonnie Stevens, Oakville, Kanada - Anna Taddio, Toronto, Kanada Die gemeinsame Erklärung ist das Ergebnis zweier Treffen der International Evidence-Based Group for Neonatal Pain (April 1998 und August 1999). ots Originaltext: AstraZeneca, Inc. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Leslie Wheeler, Global Public Relations Manager, AstraZeneca, Tel.: +44 1625 519790, Fax: +44 1625 510725, Mobil: +44 7802 871218, E-Mail: Leslie.Wheeler@astrazeneca.com Original-Content von: AstraZeneca, übermittelt durch news aktuell

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