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Perspektive im Kampf gegen Erblindung
Start eines wegweisenden Versuchs, der einen neuen Ansatz in der Behandlung von diabetischer Retinopathie definiert

London (ots-PRNewswire) - Am 1. November fiel der Startschuss für das Diabetic Retinopathy Candesartan Trial (DIRECT)-Programm. DIRECT wird feststellen, ob die Behandlung mit dem Angiotensin-II-Typ-1-(AT1)-Rezeptorenblocker Candesartan Cilexetil, der auf das Renin-Angiotensin-System (RAS) wirkt, der Entstehung und dem Voranschreiten der diabetischen Retinopathie wirksam vorbeugen kann. Die diabetische Retinopathie kann letztlich bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern zur Erblindung führen. In den Industrieländern ist diabetische Retinopathie die Hauptursache von Blindheit in der arbeitenden Bevölkerung (1) und die am meisten gefürchtete Komplikation der Diabetes (2). Nach 20 Jahren Diabetes entwickelt sich bei fast allen Typ-1-Diabetikern und bei über 60 Prozent der Typ-2-Diabetiker diabetische Retinopathie (3). DIRECT ist der erste internationale klinische Großversuch, der die Vorteile einer RAS-Blockade bei der Vorbeugung und Behandlung von diabetischer Retinopathie untersucht. Über 4.500 Patienten in 20 Ländern sollen sich an dem DIRECT-Programm beteiligen. Bei diesem Doppelblindversuch wird den Patienten die Einnahme von bis zu 32 mg Candesartan Cilexetil oder Placebo verordnet. "DIRECT stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen diabetische Retinopathie dar", sagte Professor Nish Chaturvedi, Mitglied des DIRECT- Führungsgremiums und Professor für Klinische Epidemiologie am Imperial College London. "Ein wirkungsvoller neuer Ansatz unter Verwendung von Medikamenten zur Verlangsamung des Voranschreitens und möglicherweise zur Vorbeugung diabetischer Retinopathie würde einen großen, bisher nicht gedeckten Bedarf in der Diabetesfürsorge decken. Er würde die Notwendigkeit von Laserbehandlungen dramatisch reduzieren, wenn nicht sogar vermeiden, und dadurch die retinale Schädigung begrenzen und das Augenlicht des Menschen erhalten." Bisherige Studien haben die positiven Auswirkungen der Glykämiebehandlung und die wirksame Behandlung von arterieller Hypertonie nachgewiesen. Eine strenge Blutzuckerkontrolle ist die einzige nachgewiesene vorbeugende Behandlung gegen Retinopathie, wodurch sowohl dem Patienten als auch dem medizinischen Personal eine schwere Bürde auferlegt wird. Die Renopathie tritt bei einem gewissen Teil von Diabetespatienten, die einer sehr strengen Blutzuckerkontrolle unterliegen, dennoch auf, weshalb zusätzlicher Interventionsbedarf besteht. Wenn DIRECT erfolgreich ist, wird es dazu beitragen, den Umgang mit diesem verheerenden Zustand zu reformieren. Die Möglichkeit einer neuen, wirksamen und gut verträglichen vorbeugenden Behandlung würde eine wirtschaftliche Erleichterung bringen und das Leiden lindern, das die Retinopathie bei Millionen von Diabetespatienten verursacht. Das DIRECT-Programm wird gemeinsam von AstraZeneca und Takeda Chemical Industries Ltd. durchgeführt und finanziert. EURODIAB, ein europäisches Diabetes-Forschungsnetzwerk mit Sitz am University College und Imperial College in London, wird das akademische Koordinationszentrum sein. Das DIRECT-Programm wird durch einen unabhängigen Lenkungsausschuss unter Vorsitz von Professorin Anne-Katrin Sjÿlie, Universität Süddänemark, Odense überwacht. Der Lenkungsausschuss besteht aus führenden Ophthalmologen, Diabetologen und Epidemiologen und hat die wissenschaftliche Verantwortung für das DIRECT-Programm. Im Grunde besteht DIRECT aus drei separaten klinischen Versuchen innerhalb eines Programms. Jeder Zweig des Programms wird die Auswirkung von Candesartan Cilexetil bei diabetischen, normotensiven, normoalbuminurischen Patienten untersuchen. Die drei Zweige werden die Auswirkungen von Candesartan Cilexetil untersuchen bei: 1. Typ-1-Diabetikern ohne Retinopathie zur primären Vorbeugung; 2. Typ-1-Diabetikern mit Retinopathie zur sekundären Vorbeugung; 3. Typ-2-Diabetikern mit Retinopathie zur sekundären Vorbeugung. Der Anlaß zu DIRECT ergab sich aus den vielversprechenden Ergebnissen des EURODIAB-kontrollierten Versuchs mit Lisinopril bei insulinpflichtiger Diabetes (EUCLID) (4). EUCLID stellte als Hauptschlussfolgerung fest, dass der ACE-Hemmstoff Lisinopril das Voranschreiten von Albuminurie bei normotensiven Typ-1-Diabetikern verlangsamt. Wichtigerweise untersuchte EUCLID als zweiten Zielpunkt ebenfalls die diabetische Retinopathie, und die Ergebnisse wiesen darauf hin, dass eine ACE-Hemmung das Voranschreiten diabetischer Retinopathie verlangsamen könnte. Diese Ergebnisse beleuchteten das Potential einer speziellen Untersuchung der Vorteile einer RAS-Blockade-Behandlung bei diabetischer Retinopathie im Großversuch. Für DIRECT wurde Candesartan Cilexetil ausgewählt, weil es ein äußerst wirksamer Angiotensin-Rezeptorenblocker ist und mit einer placeboähnlichen Verträglichkeit allgemein besser vertragen wird als ACE-Hemmstoffe. Die Vorbeugung und die Behandlung diabetischer Retinopathie sind eine große Herausforderung in der Diabetesfürsorge. Das DIRECT-Programm hat das Potential, den Ansatz zukünftiger Behandlung zu ändern, und wird die Antwort auf eine Schlüsselfrage geben: Reduziert die Angiotensin-Rezeptorenblockade diese mikrovaskulare Komplikation der Diabetes durch eine Auswirkung auf das Renin-Angiotensin-System? Literatur (1) Hutchinson, A.; McIntosh, A; Peters, J. et al.: Effectiveness of screening and monitoring tests for diabetic retinopathy - a systematic review, Diabetic Med 2000; 17: S.495-506. (2) Dunning, P.L.: Diabetes Education 1995; 21 (N1): S.58-65. (3) American Diabetes Association: Diabetic Retinopathy, Diabetes Care 2000; 23: S.73-76. (4) Chaturvedi, N.; Sjÿlie, A.-K.; Stephenson, J. M. und die EUCLID Study Group: Effect of Lisinopril on progression of retinopathy in normotensive people with type 1 diabetes, Lancet 1998; 351: S.28-31. ots Originaltext: AstraZeneca Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Alison MacKenzie, Ketchum, Tel.: 0207 465 8737, Fax: 020 7872 9679, E-Mail: alison.mackenzie@ketchumcomms.co.uk Dr. Michael George, Takeda Chemical Industries Ltd., Tel.: +44 171-484-9000, Fax: +44 171-484-9062 Public Relations Department Takeda Chemical Industries Ltd., Tel.: +81 6-6204-2060, Fax: +81 6-6204-2035; Dr. Anders Svensson, AstraZeneca, Tel.: +46 32 776 2521, Mobil: +46 70 586 2521, E-Mail: anders.svensson1@astrazeneca.com Original-Content von: AstraZeneca, übermittelt durch news aktuell

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