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Hormontherapie: bei Anwendung im Frühstadium von Brustkrebs so wirksam wie die "Standard"-Chemotherapie

Brüssel (ots-PRNewswire) - Neue Studie zeigt gleichwertige krankheitsfreie Überlebenschance für junge Frauen mit hormonempfindlichen Tumoren Heute veröffentlichte Ergebnisse der ZEBRA* -Studie zeigen, dass die Hormonbehandlung mit Goserelin ("Zoladex") bei jüngeren Frauen mit hormonempfindlichem Mammakarzinom im Frühstadium mit befallenen Lymphknoten genau so wirksam ist wie die "Standard"-Chemotherapie**. Für Frauen mit dieser Art von Tumor besteht die "Standard"-Behandlung derzeit aus chirurgischem Eingriff gefolgt von Chemotherapie. Die Hormontherapie mit Goserelin hat einen völlig anderen Wirkmechanismus als die Chemotherapie. Die Chemotherapie tötet Krebszellen durch eine toxische Reaktion, wohingegen Goserelin auf wirksame Weise die Zufuhr von Östrogen unterbricht, welches für das Wachstum der Krebszelle nötig ist. Dieser unterschiedliche Wirkmechanismus hat die gleichen klinischen Vorteile, jedoch ohne die häufig mit der Chemotherapie verbundenen schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Haarausfall, starke Übelkeit und Erbrechen sowie das Risiko lebensbedrohlicher Infektionen. ZEBRA ist die bisher größte Studie zum Vergleich der Hormontherapie mit der "Standard"-Chemotherapie. 1640 prä- und perimenopausale Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium nahmen an dieser Studie teil. Sie wurden randomisiert und erhielten entweder Goserelin für 2 Jahre (n= 817) oder eine "Standard"-Chemotherapie für eine Dauer von 6 Monaten (n= 823). In der hormonempfindlichen Patientengruppe (73%) zeigte Goserelin im Hinblick auf das krankheitsfreie Überleben, das ein Maß für die Prognose der Patientinnen ist, gleichwertige Ergebnisse wie die "Standard"-Chemotherapie. Aufgrund der unterschiedlichen Wirkmechanismen war die Zahl der Patienten, bei denen Chemotherapie -typische Nebenwirkungen, wie z.B. Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen (tritt trotz der Anwendung von Anti-Emetika in 97% aller Chemotherapiepatienten auf) und Infektionen auftraten, in der Chemotherapiegruppe erheblich höher als bei den mit Goserelin behandelten Patientinnen (43% vs. 4%, 56% vs. 5% bzw. 13% vs. 5%). Beide Behandlungen waren mit menopausalen Symptomen (Wechseljahresbeschwerden) wie vaginaler Trockenheit und Hitzewallungen assoziiert. Die Häufigkeit dieser Symptome lag während der Behandlung in der Chemotherapiegruppe etwas niedriger als in der Zoladex-Gruppe (vaginale Trockenheit: 14% vs. 24% ; Hitzewallungen: 42% vs. 72%). Nach Beendigung der Behandlung kehrte sich dies aber um, und die Häufigkeit dieser Symptome lag in der Chemotherapiegruppe höher als in der Zoladex-Gruppe (vaginale Trockenheit: 12% vs. 9% ; Hitzewallungen: 37% vs. 17%). Die mit Zoladex behandelten Patientinnen litten bei gleichem Ergebnis für ihre Prognose somit langfristig weniger unter diesen Nebenwirkungen als die chemotherapierten Patientinnen. Professor Walter Jonat, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Universität Kiel, stellte heute als Vertreter der Studienleiter die Ergebnisse der ZEBRA-Studie vor und erklärte: "Die ZEBRA-Studie sollte bewerten, ob Goserelin in der Behandlung von jungen Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium so wirksam ist wie die Chemotherapie. Es freut mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Ergebnisse eindeutig zeigen, dass Goserelin bei jungen Frauen mit hormonempfindlichem Brustkrebs im Frühstadium genauso wirksam ist wie die Chemotherapie", fuhr Professor Jonat fort. "Das bedeutet, dass Ärzte und Patientinnen jetzt eine echte Wahl treffen können, welche Behandlung sie im Anschluss an eine Operation einsetzen möchten. Die Chemotherapie weist zwar bei vielen Frauen gute Ergebnisse auf, ist aber mit einer Anzahl bekannter und traumatischer Nebenwirkungen verbunden, z.B. Haarausfall oder ermüdende Anfälle von Übelkeit und Erbrechen, mit denen viele unserer Patientinnen nur schwer zurechtkommen. Goserelin scheint jedoch gut verträglich zu sein und bietet dieser Patientengruppe eine wirksame Behandlungsalternative für Brustkrebs." Goserelin ist in einigen Ländern, inklusive Deutschland, Italien und Japan, bereits als Behandlung für Brustkrebs im Frühstadium zugelassen. Die neuen Daten werden anderen Regulationsbehörden weltweit vorgelegt, damit auch Ärzte in anderen Ländern Goserelin für die Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium verschreiben können. Goserelin ist derzeit erhältlich und wird weltweit häufig für die Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs eingesetzt. * 'Zoladex' in Early Breast Cancer Research Association Trial ** Die Standard-Chemotherapie in der ZEBRA-Studie bestand aus Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-Fluoruracil (CMF) 'Zoladex' ist ein Warenzeichen der AstraZeneca Unternehmensgruppe. Hinweise an die Herausgeber: * Der Ausdruck "hormonempfindlich" bei Frauen in dieser Studie bedeutet Östrogenrezeptor-positiv (ER-positiv). * Bei ER-negativen Patienten bleibt die Chemotherapie die adjuvante Behandlung der Wahl. * ER-positive Mammakarzinome sind für ihr Wachstum teilweise auf das Hormon Östrogen angewiesen. Bei prämenopausalen Frauen wird Östrogen in den Eierstöcken unter dem Einfluss der Hormone FSH (Follikel stimulierendes Hormon) und LH (Luteinisierendes Hormon) produziert. Diese beiden Hormone wiederum werden in der Hypophyse produziert. * LH-releasing-Hormon-Antagonisten (LHRH-Antagonisten) wie Goserelin binden an LHRH-Rezeptoren auf der Oberfläche der hormonproduzierenden Hypophysenzellen und hemmen die Produktion von LH. * Durch die Reduktion der LH-Produktion in der Hypophyse wird auch die Östrogenproduktion in den Eierstöcken reduziert. Der Östrogen-Blutspiegel fällt auf Werte ab, die mit denen bei post-menopausalen Frauen vergleichbar sind. So wird dem ER-positiven Tumor das Östrogen entzogen, das er für Wachstum und Zellteilung benötigt. * An der ZEBRA-Studie nahmen 1640 prä- / perimenopausale Frauen im Alter von 50 Jahren mit Stadium II Brustkrebs mit positiven Lymphknoten teil. Dies ist die erste Studie, die die Vorteile der Ovarialsuppression durch einen LHRH-Antagonisten direkt mit einer "Standard"-Chemotherapie im Anschluss an eine Operation (+ Strahlentherapie) vergleicht. Die Patientinnen erhielten entweder Goserelin (3,6mg alle 28 Tage) für 2 Jahre oder Chemotherapie mit Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-Fluoruracil (CMF) 6 x 28 Tageszyklen. * ZEBRA ist Teil eines größeren Programms zur Bewertung der Rolle von Goserelin in der Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium, an dem bisher über 8500 Patientinnen teilgenommen haben. ots Originaltext: AstraZeneca Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Jan Devery, Tel: +44 1625 582 828, AstraZeneca International Headquarters, Alderley House, Alderley Park, Macclesfield, Cheshire, SK10 4TF, Großbritannien - Frederick Byerly, Kochs & Kochs Tel: +49 (0)221 56 10 11 Besuchen Sie www.BrCaWatch.com für weitere Informationen zur Hormontherapie und Brustkrebs Original-Content von: AstraZeneca, übermittelt durch news aktuell

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