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Psychiater erkennen nunmehr die Notwendigkeit, besser verträgliche Behandlungen für die Schizophrenie zu verordnen - Pressehinweis: Auszeichnung als beste Poster-Präsentation auf der ECNP

München, 13th European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) Conference (ots-PRNewswire) - Im Vergleich zur Situation vor vier Jahren sind den Psychiatern die verheerenden Probleme nunmehr bewusster, die von den Nebenwirkungen antipsychotischer Behandlung verursacht werden können. Dies besagen die Ergebnisse einer multinationalen Erhebung über die Einstellung und Wahrnehmung der Psychiater im Hinblick auf die antipsychotische Behandlung. Diese Ergebnisse wurden erstmals auf der 13th European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) Conference in München vorgestellt[1]. Die Erhebung führt jedoch auch zu der Erkenntnis, dass ältere schlecht verträgliche Antipsychotika weiterhin in großem Umfang verschrieben werden, besonders in Europa. Über die Erhebung berichtete Dr. Jonathan Hellewell vom Trafford General Hospital in Manchester, Großbritannien. Sie wurde in der Nachfolge einer früheren Erhebung aus dem Jahre 1996 zur Einstellung und Wahrnehmung der Psychiater im Hinblick auf die antipsychotische Behandlung durchgeführt. Die neue Erhebung war so angelegt, dass sie einige der Themen der Erhebung aus dem Jahre 1996 eingehender beleuchtete und die Veränderungen in der Einstellung identifizierte, die in den letzten vier Jahren eintraten - in einem Zeitraum, in dem der Zugang zu neuen Wirkstoffen zur Behandlung der Schizophrenie, die als atypische Antipsychotika bekannt sind, erheblich zugenommen hat. Bei den atypischen Antipsychotika ist es weniger wahrscheinlich, dass sie die schweren Nebenwirkungen im Bereich der unfreiwilligen Muskelbewegungen namens EPS (extrapyramidale Symptome) verursachen, die üblicherweise bei den älteren konventionellen antipsychotischen Wirkstoffen auftreten. Beim atypischen Antipsychotikum Seroquel (Quetiapine) zum Beispiel wurde in klinischen Studien erwiesen, dass es nicht mehr EPS als ein Placebo verursacht, sogar bei höchsten Dosierungen. An der neuesten Forschung waren 331 Psychiater aus Kanada, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Italien und den Vereinigten Staaten beteiligt. Die Ergebnisse zeigten, dass über die Hälfte der befragten Psychiater nunmehr die Ablehnung der antipsychotischen Medikation als für sie dringendstes Problem bei der Behandlung der Patienten mit Schizophrenie sehen, und eine überwältigende Mehrheit (89% heute im Vergleich zu 44% im Jahre 1996) erkennt jetzt, dass die Nebenwirkungen der Behandlung erheblich dazu beitragen, dass sich ein Patient dafür entscheidet, die entsprechenden Medikamente nicht mehr einzunehmen. Das Nichteinhalten der Behandlung von Schizophrenie ist von erheblicher Bedeutung, da sie den Patienten dem Risiko des Rückfalls aussetzt. Rund 90% der Psychiater sehen heute die künftige Einhaltung der Medikation - 87% die Akzeptierbarkeit der Behandlung durch den Patienten - als 'sehr' oder 'äußerst' wichtige Einflüsse auf ihre Verschreibungsentscheidungen. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass trotz des niedrigeren Risikos von Nebenwirkungen es bei den Psychiatern in Europa weniger wahrscheinlich ist, dass sie die neuen atypischen Antipsychotika verschreiben, als bei Psychiatern in den Vereinigten Staaten und Kanada. Das führt zu der Annahme, dass die Psychiater in Europa im Vergleich zu ihren nordamerikanischen Kollegen langsamer darin waren, ihre zunehmende Erkenntnis der Probleme, die die Nebenwirkungen verursachen, der Verschreibungspraxis zugrunde zu legen. Dies wird außerdem durch die Ergebnisse einer weiteren gerade veröffentlichten Erhebung unterstützt, die mit über 100 Patienten aus dem Vereinigten Königreich und Italien durchgeführt wurde. Die Studie zeigt auf, dass - obwohl den Psychiatern die Auswirkungen der antipsychotischen Nebenwirkungen bei ihren Patienten nun bewusster sein mögen - ein erheblicher Teil der Patienten weiterhin unter schweren Nebenwirkungen leidet, darunter EPS, Gewichtszunahme und sexuelle Dysfunktion. Die Erhebung wurde durch EUFAMI* durchgeführt, die paneuropäische Föderation von Vereinigungen zur Unterstützung von Familien mit psychisch kranken Menschen. Sie stellte fest, dass 81% der befragten Patienten unter Nebenwirkungen der Behandlung leiden. Von diesen sagten 55%, dass sie unter verlangsamten Bewegungen nach unten leiden, 54% unter Ruhelosigkeit und 34% unter Schüttel- oder Zittersymptomen. All diese Symptome sind EPS-Symptome. "Einerseits sind die Ergebnisse der Erhebung bei den Psychiatern äußerst ermutigend," sagte Dr. Hellewell dazu. "Die Psychiater sind sich der Auswirkungen der Nebenwirkungen der antipsychotischen Behandlungen auf ihre Patienten bewusst, ebenso wie der Konsequenzen, was die Einhaltung des Behandlungsplans, das Rückfallrisiko und das längerfristige Resultat angeht." "Aus den Ergebnissen dieser Erhebungen ergibt sich jedoch eindeutig, dass noch weitere Arbeit getan werden muss und wir insbesondere einen wirksameren Lösungsansatz finden müssen, um Nebenwirkungen der Behandlung zu vermeiden," fuhr Dr. Hellewell fort. "Der Schlüssel zur erfolgreichen Vermeidung von Behandlungsnebenwirkungen liegt in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Es ist sehr wichtig für den Psychiater, einen offenen und fortlaufenden Dialog mit seinem Patienten über die Behandlung zu führen - wie der Patient dazu steht, ob er mit der Behandlung zufrieden ist oder Schwierigkeiten damit hat -, so dass die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden können. Das Führen des Dialogs kann natürlich eine Herausforderung sein, besonders wenn die Kliniker unter Druck stehen, und manchmal kann die so wichtige Kommunikation abbrechen." Ein potentieller Lösungsansatz zur Verbesserung der Kommunikationsqualität zwischen Kliniker und Patient ist das ASC (Approaches to Schizophrenia Communication) Communication Tool. Das ASC Tool wurde von einer Steering Group zehn führender Psychiater aus dem Vereinigten Königreich und Nordamerika entwickelt und speziell so angelegt, um den Patienten dabei zu helfen, ihre Sorgen besser auszudrücken, damit das behandelnde Team die Nebenwirkungen aus der Sicht des Patienten verstehen kann. "Das ASC Programme ist ein hoch innovatives und praktisches Hilfsmittel, das alle Mitglieder des behandelnden Teams dazu einsetzen können, um die Kommunikation mit ihren Patienten zu verbessern," sagte Dr. Hellewell, der auch Mitglied der ASC Steering Group ist. "Das ASC beinhaltet eine kurze Folge einfacher Fragen, die als Checkliste präsentiert werden, die der Patient abarbeitet und dann mit seinem Arzt bespricht. Dieses einfache Verfahren trägt zur Identifikation von Nebenwirkungen bei und von weiteren Problemen, die möglicherweise der Aufmerksamkeit bedürfen. Das Identifizieren dieser Probleme und das nachfolgende Ergreifen entsprechender Maßnahmen stärkt das Verhältnis zwischen Patient und Psychiater und trägt dazu bei, sicherzustellen, dass der Patient die Medikation fortsetzt, was ihm die bestmögliche Chance für ein erfolgreiches Gelingen bietet." Das ASC Tool wurde von einem uneingeschränkten Ausbildungsstipendium von AstraZeneca unterstützt, dem Hersteller von Seroquel (Quetiapine). Seroquel ist ein neues atypisches Antipsychotikum, das gegenwärtig auf über sechzig Märkten zugelassen ist. Seroquel vereint breit angelegte Wirksamkeit bei der Behandlung von positiven, negativen, kognitiven und affektiven Symptomen der Schizophrenie mit einem unerreichten Verträglichkeitsprofil. Die Nebenwirkungen von Seroquel unterscheiden sich bei EPS und Prolaktinerhöhung nicht von denen eines Placebos - selbst bei den empfohlenen Höchstdosierungen. Bei langfristiger Behandlung beeinflusst Seroquel das Gewicht nicht und hat keine klinisch bedeutsamen Auswirkungen auf Elektrokardiogramme. Diese Kombination unterscheidet Seroquel von allen anderen atypischen antipsychotischen Medikamenten und macht den Wirkstoff zur bevorzugten Erstbehandlung für Psychosen. Bisher sind über 500.000 Menschen mit Seroquel behandelt worden. Die vorstehenden Ausführungen geben nicht unbedingt die Meinungen des ECNP wieder. AstraZeneca ist sehr aktiv in der das zentrale Nervensystem betreffenden Forschung und Entwicklung und ein großes internationales Unternehmen in der Gesundheitspflege, das in der Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von ethischen (verschreibungspflichtigen) Pharmazeutika und der Bereitstellung von Dienstleistungen in der Gesundheitspflege tätig ist. Die Firma ist eines der fünf führenden Pharmaunternehmen in der Welt mit einem Umsatz in der Gesundheitspflege in Höhe von $15 Milliarden und führenden Positionen beim Umsatz von Produkten für den Magen-Darm-Trakt, die Onkologie, die Anästhesie einschließlich der Schmerzbehandlung, Herz und Kreislauf, das zentrale Nervensystem und die Atemwege. 'Seroquel' ist ein AstraZeneca gehörendes Warenzeichen. * EUFAMI (European Federation of Associations of Families of Mentally Ill People) EUFAMI ist eine gemeinnützige Organisation mit den folgenden Zielen: die Pflegequalität und das Befinden psychisch kranker Menschen und das Hilfeniveau für ihre pflegenden Verwandten und Freunde zu verbessern, Mitgliedsorganisationen in die Lage zu versetzen, ihre Anstrengungen zu vereinen und auf der europäischen Ebene gemeinsam aufzutreten und die Mitgliedervereinigungen zu stärken und in ihren Bemühungen zu unterstützen, die Bedingungen für die mentale Gesundheit in ihren eigenen Bereichen zu verbessern. (1) Als Poster präsentierte Daten mit dem Titel "Tolerability and patient satisfaction as determinants of treatment choice in schizophrenia: a multi-national survey of the attitudes and perceptions of psychiatrists towards novel and conventional antipsychotics" von JSE Hellewell und AP Gorman Die elektronische Version dieser Pressemeldung erhalten Sie online auf der die Schizophrenie betreffende Website www.psychiatry-in-practice.com. ots Originaltext: AstraZeneca Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Alison Wilkie, AstraZeneca, Tel.: +44 (0)1625 512586, Rupert Doggett, Shire Hall International, Tel.: +44 (0)207 471 1512 Original-Content von: AstraZeneca, übermittelt durch news aktuell

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