bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

bpa: Fachkräftemangel in der saarländischen Pflege droht sich zu verschärfen
bpa sieht in Pflegeberufereform Grund für rückläufige Ausbildungszahlen

Saarbrücken (ots) - Erstmals seit Einführung der Ausbildungsumlage im Jahr 2011 könnte die Zahl der Pflegeschülerinnen und -schüler im Saarland zum Start des aktuellen Ausbildungsdurchgangs sinken. Davor warnt die saarländische Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) angesichts vorliegender Daten aus den Pflegeschulen: "Wenn die Azubizahlen sinken, verschärft sich der Personalmangel in den Heimen und ambulanten Diensten noch mehr", so der bpa-Landesvorsitzende Helmut Mersdorf.

Die lautstarken Diskussionen um eine mögliche Abschaffung der eigenständigen Altenpflegeausbildung und der letztendliche Kompromiss zur Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung hätten Interessenten verschreckt und seien für den Rückgang der Ausbildungszahlen mitverantwortlich, ist sich Mersdorf sicher. "Viel zu lange hat das Gezerre um die Ausbildung alle Beteiligten verunsichert. Träger und Schulen wissen noch immer nicht, wie die Ausbildung künftig ablaufen soll. Und kein Berufsstarter will einen Beruf ergreifen, der von Teilen der Politik lauthals infrage gestellt wird."

Mit sinkenden Jahrgangszahlen zeige sich der demografische Wandel deutlich. Umso wichtiger sei es, auf die erfüllenden Erlebnisse in der Altenpflege, auf die vielfältigen Aufstiegschancen und auch deutlich auf die guten Ausbildungsvergütungen in der Pflege hinzuweisen: "Schon im ersten Lehrjahr steht bei Pflegeschülerinnen und -schülern mit 1.020 Euro monatlich weit mehr auf dem Gehaltszettel als in vielen anderen Branchen", erklärt Mersdorf. Die Ausbildungsvergütung werde einheitlich in allen Betrieben im Saarland bezahlt. Sie richte sich nach einem Tarifvertrag und steige daher weiter an.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 150 im Saarland) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

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