bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Mangelnde Schulplätze behindern Zuwachs bei der Pflegeausbildung
bpa fordert Sofortmaßnahmen des Landes, um motivierten Bewerbern den Zugang zur Altenpflege zu ermöglichen

Mainz (ots) - In vielen privaten Pflegediensten und -heimen in Rheinland-Pfalz sind zum Start des aktuellen Ausbildungsjahres neue Lehrstellen entstanden. Das meldet die rheinland-pfälzische Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) nach zahlreichen Gesprächen mit Mitgliedsunternehmen. "Den privaten Pflegeunternehmen im Land ist klar, dass die Ausbildung neben der Weiterqualifizierung aktueller Mitarbeiter und der Zuwanderer die wichtigste Säule bei der Lösung der Personalprobleme in der Pflege ist. Deshalb übernehmen sie Verantwortung und schaffen weitere Ausbildungsplätze", so der rheinland-pfälzische bpa-Landesvorsitzende Bernd Meurer.

Nach wie vor erweist sich auch das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) als ein wichtiger Einstieg in den Pflegeberuf. "Viele FSJler entdecken, wie vielfältig und spannend der Arbeitsalltag in der Altenpflege ist und welche guten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sich ihnen bieten. Sie schließen dann oftmals nahtlos eine dreijährige Ausbildung an", so Meurer.

Bremsklotz sei jedoch in manchen Regionen noch immer ein Mangel an Schulplätzen. "Wenn Pflegeeinrichtungen berichten, dass sie gerne ausbilden wollen und auch eine Schülerin oder einen Schüler gefunden haben, es dann aber in der Nähe keinen Schulplatz gibt, dann müssen bei der Landesregierung alle Alarmglocken schrillen", so Meurer. Jeder wisse, dass in Rheinland-Pfalz händeringend Altenpflegefachkräfte gesucht werden.

Der bpa-Landesvorsitzende erwartet von der Landesregierung, fehlende Pflege-Schulplätze flächendeckend abzufragen und kurzfristig für Abhilfe zu sorgen. "Wir können es uns schlicht nicht leisten, dass interessierte junge Menschen in andere Branchen abwandern und für die Altenpflege verloren sind, nur weil Schulplätze fehlen", stellt Meurer klar.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 450 in Rheinland-Pfalz) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

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Für Rückfragen: Jutta Schier, Leiterin der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 06131/88 03 20, www.bpa.de

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