bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

bpa trauert um seinen Ehrenpräsidenten
Werner Schulz starb am 13. April 2017

Berlin (ots) - Werner Schulz ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Der als Pionier der privaten Pflege in Deutschland bezeichnete gebürtige Stendaler stand von 1981 an 16 Jahre lang als Präsident an der Spitze des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), bevor er am 22. Mai 1997 seinem Nachfolger Bernd Meurer als Symbol des Führungswechsels ein Steuerrad übergab. Für sein Fachwissen sowie für seine haupt- und ehrenamtlichen Verdienste um die Altenhilfe - bei denen seine maßgebliche Mitwirkung an den ersten Qualitätsrichtlinien für Heimbetreiber besonders erwähnenswert ist - erhielt Werner Schulz 1982 das Bundesverdienstkreuz. 2009 wurde Schulz bpa-Ehrenpräsident auf Lebenszeit.

1968 zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied ernannt, war Werner Schulz mehr als ein Vierteljahrhundert die Galionsfigur des bpa, welche die Geschicke des Verbandes entscheidend mitprägte. Obwohl in Sachsen-Anhalt geboren, galt Werner Schulz, der 1946 seine Heimat gen Nordwesten verließ, als typischer Hamburger: Er war Vertrauter, aber nie vertraulich, kein Mann der großen, aber der geschliffenen Worte und dabei immer gleichermaßen klar und deutlich. Er gehörte zu der Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg das Wirtschaftswunder in Deutschland ermöglichte, indem sie die Ärmel hochkrempelte und das Beste aus den Trümmern und den Herausforderungen des Neuanfangs machte.

Schier unerschöpfliche Tatkraft zeichnete Werner Schulz auch in seiner Arbeit für den bpa aus. Egal ob Ordnung und Strukturen entwickelt werden mussten, ein Mitglied vor unlösbar scheinenden Schwierigkeiten stand oder unzählige Gespräche mit Gremien und Ministerien Sachlichkeit und Kompetenz erforderten: Werner Schulz war stets zur Stelle - unermüdlich, offen, ehrlich, humorvoll, weitsichtig und verlässlich.

"Mit Werner Schulz ist eine charismatische Führungspersönlichkeit der alten Schule von uns gegangen", würdigte bpa-Präsident Bernd Meurer den Verstorbenen. "Geprägt von dem allumfassenden Leitprinzip des Aufbaus ist es Werner Schulz gelungen, die damals fragmentierte Verbändelandschaft in der privaten Pflege unter dem Dach einer einzigen starken Vereinigung deutlich voranzutreiben. Ohne ihn wäre der bpa nie das geworden, was er heute ist."

In Gedanken sind wir in diesen schweren Stunden bei seinen Angehörigen. Wir werden Werner Schulz sehr vermissen und seine Verdienste um die private Pflege in Deutschland lebendig erhalten. Seiner Familie drücken wir unser aufrichtiges Beileid aus.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 9.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 290.000 Arbeitsplätze und circa 22.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 23 Milliarden Euro.

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