bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Einstieg in die Altenpflege bleibt auch mit geringen Bildungsabschlüssen offen

München (ots) - bpa begrüßt Fortsetzung der Förderung der Helferausbildung und der Umschulung zur Pflegefachkraft - und warnt vor der Rolle rückwärts durch die Generalistik

"Mit der Entscheidung, die Umschulung zum Altenpfleger sowie die einjährige Pflegehelferausbildung weiterhin zu fördern, ist ein wichtiger Baustein bei der Gewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der bayerischen Altenpflege erhalten geblieben." Der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. Kai A. Kasri sieht in einer aktuellen Entscheidung der Bundesagentur für Arbeit einen wichtigen Schritt dafür, dass der Einstieg in den Pflegeberuf für Menschen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen und Erwerbsbiografien offen bleibt. Nachdem die bisherigen Förderungen dieser Aus- und Weiterbildungen im März 2016 ausgelaufen war, hatte der bpa eindringlich für eine Fortsetzung geworben.

"Inzwischen hat die Regionaldirektion alle Arbeitsagenturen vor Ort angewiesen, sowohl die dreijährige Umschulung zum Altenpfleger als auch die einjährige Ausbildung zum Pflegehelfer über das Projekt WeGebAU weiter zu fördern. Beides sind wichtige Einstiegsmöglichkeiten in den Pflegeberuf, die wir zur Gewinnung von neuen Pflegenden dringend weiter brauchen", so der bpa-Landesvorsitzende Kasri. In den Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten seien gerade die bereits anderweitig beruflich erfahrenen Umschüler eine wichtige Bereicherung.

"Angesichts des gravierenden Mangels an Fachkräften in der Altenpflege ist es umso wichtiger, zum Beispiel Hauptschulabsolventen über die Helferausbildung in den Beruf zu holen und mittelfristig auch zu Fachkräften weiterbilden zu können", unterstreicht der Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle in München Joachim Görtz.

Jetzt müsse die bayerische Landespolitik aber dafür sorgen, dass die Hauptschülerinnen und -schüler nicht durch die Hintertür wieder von einem Berufsstart in der Pflege ausgeschlossen werden, warnt Görtz. "Die nun angekündigte Förderung läuft nur bis Ende nächsten Jahres. Mit dem derzeit im deutschen Bundestag diskutierten Pflegeberufsgesetz, das die Zusammenlegung der Ausbildungen in der Kinderkrankenpflege, der Krankenpflege und der Altenpflege vorsieht, würde Menschen mit geringeren Bildungsabschlüssen danach der Zugang verwehrt."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 1.000 in Bayern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

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