bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

bpa-Forderung an die neue Landesregierung: Durchstarten statt bremsen
Pflege in Rheinland-Pfalz erwartet klare Signale von der neuen Landesregierung

Mainz (ots) - "Pflegende und Pflegebedürftige in Rheinland-Pfalz haben keine 100 Tage Zeit. Vielmehr brauchen sie sofort klare Signale der neuen Landesregierung für eine zukunftsweisende Pflegepolitik." Das macht der Präsident und rheinland-pfälzische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), Bernd Meurer, am Tag nach der Landtagswahl klar. "Es gibt viel zu tun, wenn das Land der Abschaffung des eigenständigen Altenpflegeberufes und dem Verlust der pflegerischen Versorgung hier vor Ort nicht tatenlos zusehen will."

Derzeit versuche die Bundesregierung, ein Gesetz zur Zusammenlegung der drei bisher eigenständigen Ausbildungen in der Alten-, der Kranken- und der Kinderkrankenpflege durchzudrücken, das zu einem Wegfall vieler Ausbildungsstellen in Rheinland-Pfalz und zu einer Verschärfung des Fachkräftemangels führen werde. "Wenn die Pflegefachkräfte künftig in der gleichen Zeit drei Berufe erlernen sollen, dann fallen viel Praxiserfahrung und echte Nähe zur künftigen Arbeit in der Altenpflege unter den Tisch", warnt Meurer. Viele der fast 450 im bpa organisierten Pflegedienste und Heime in Rheinland-Pfalz könnten zudem künftig kaum noch ausbilden, weil die organisatorischen und bürokratischen Anforderungen deutlich anstiegen.

"Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen schnell Entlastung und personelle Verstärkung, weil schon heute tausende Fachkräfte in der Altenpflege fehlen. Sie erwarten zu Recht, dass die neue Landesregierung den Plänen der Bundesregierung im Bundesrat einen Riegel vorschiebt und auch hier in Rheinland-Pfalz alles dafür tut, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu erleichtern", so Meurer. Dazu gehöre auch, den Trägern Spielräume beim Personaleinsatz und bei der Erprobung neuer Konzepte einzuräumen. "Bisher werden die vielen kreativen Ideen aus der Branche durch zu hohe bürokratische Hürden abgewürgt. Wenn die neue Landesregierung ein echtes Interesse an Innovationen hat, muss sie den Fuß von der Bremse nehmen und auf die Anregungen der Träger hören."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast 450 in Rheinland-Pfalz) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

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Für Rückfragen: Jutta Schier, bpa-Landesbeauftragte, Tel.: 06131/88 
03 20, www.bpa.de

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