bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Pflegeexperten treffen sich in Magdeburg
bpa-Landesgruppe Sachsen-Anhalt diskutiert über Zukunft der Pflege

Magdeburg (ots) - Über aktuelle Geschehnisse, politische Gesetzesentwürfe und wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Veränderungen informiert die Landesgruppe Sachsen-Anhalt des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienstleistungen e. V. (bpa). Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 29. Oktober 2015 diskutieren mehr als 100 Pflegeexperten unter anderem über Themen wie das Inkrafttreten des 2. Pflegestärkungsgesetzes und Aspekte zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung.

Das Bundeskabinett hat im August 2015 den Entwurf des 2. Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) und damit die wichtigste Gesetzesreform seit Einführung der Pflegeversicherung im Jahre 1995 beschlossen. Diese soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Mit diesem Gesetz werden auch neue Bestimmungen für den Pflegebedürftigkeitsbegriff in die Praxis umgesetzt. "Diese grundlegende Systemveränderung wird nicht nur die Pflegebetriebe herausfordern, sondern auch die pflegebedürftigen Menschen beschäftigen", erklärt Sabine Mrosek, Vorsitzende des bpa Sachsen-Anhalt, und ergänzt: "Entscheidend für die Pflegebedürftigen ist, wie viele Leistungen der Einzelne bekommt. In der ambulanten Pflege erhalten die Menschen zukünftig deutlich mehr Leistungen, für Heimbewohner sieht das vollkommen anders aus."

Um wichtige Verbesserungen bei der Beratung, der Unterstützung und der Versorgung von Menschen in der Sterbephase geht es bei der Vorstellung des vorliegenden Gesetzesentwurfs zur Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. "Der Gesetzentwurf sieht einen neuen Rechtsanspruch auf palliative Versorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung vor. Die Pflegeheime und Pflegedienste sollen diese neuen Unterstützungsmaßnahmen ab dem nächsten Jahr in die Praxis umsetzen. Leider wird in dem Gesetz die Ungleichbehandlung von Heimbewohnern und Pflegeheimen gegenüber Hospizen fortgeschrieben. In Hospizen steht im Vergleich zum Pflegeheim mehr als doppelt so viel Personal für Menschen in der letzten Lebensphase zur Verfügung", so Sabine Mrosek. Über die Auswirkungen der kommenden Gesetze auf die ambulanten und stationären Pflegebereiche referieren die bpa-Geschäftsführer Herbert Mauel und Bernd Tews.

Die Veranstaltung findet im Maritim Hotel, Otto-von-Guericke-Straße 87, in 39104 Magdeburg statt.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon über 300 in Sachsen-Anhalt, die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen: Annette Schmidt und Daniel Heyer, Landesbeauftragte 
des bpa, Tel.: 0391-24358630, www.bpa.de

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