bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Pflege in Sachsen befreit sich von überflüssigem Papier
Erste Pflegeeinrichtungen im Freistaat Sachsen reduzieren ihren Dokumentationsaufwand

Leipzig (ots) - Die ersten von zunächst rund 226 privaten Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten in Sachsen reduzieren jetzt (seit 24. Juni 2015) den Dokumentations-aufwand für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei zentralen Schulungen des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Leipzig, Chemnitz und Dresden lernen Fachkräfte aus den Unternehmen, mit deutlich weniger Auf-wand die Pflege und Betreuung ihrer Bewohner und Klienten zu dokumentieren. Ermöglicht wird diese Entlastung durch ein neues Dokumentationssystem, das ein Expertengremium im Auftrag der Bundesregierung entwickelt hat.

"Viele unserer Mitgliedseinrichtungen wollen so schnell wie möglich auf das neue Dokumentationssystem umstellen, um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Zeit für die eigentliche Pflege zu geben", berichtet der Landesvorsitzende des bpa Sachsen, Dr. Matthias Faensen. Der Verband hat allein in Sachsen des-halb zwanzig Multiplikatoren ausgebildet, die ihren Kolleginnen und Kollegen aus Einrichtungen und Diensten im ganzen Land bei der Einführung der optimierten Pflegedokumentation beratend zur Seite stehen.

"Weil die ersten Schulungen in Leipzig, Chemnitz und Dresden schnell ausge-bucht waren, setzen wir schon nach den Sommerferien neue Schulungstermine an", berichtet Faensen. "Daran kann man ablesen, wie sehr sich die Pflegefach-kräfte für die neue Dokumentation interessieren, die den täglichen Aufwand deut-lich verringert und sich wieder mehr auf die qualifizierten Einschätzungen der Pflegenden verlässt." Das ständige Abhaken von Listen und Risikoerfassungen gehöre glücklicherweise bald der Vergangenheit an.

Das große Interesse hat Pflegeunternehmer und bpa-Mitglied Igor Ratzenberger aus Dresden deutlich gespürt. Er hatte sich zum Multiplikator ausbilden lassen, um ambulante Pflegedienste im Freistaat bei der Umstellung zu begleiten. "Die Schulungsteilnehmer sind von der entbürokratisierten Dokumentation begeistert, weil sie sich künftig auf die Informationen konzentrieren können, die für eine op-timale Pflege und Betreuung benötigt werden", so Ratzenberger.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon über 500 in Sachsen, die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

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