bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Baden-Württemberg lobt die Altenpflegeausbildung - und will sie dennoch abschaffen?
bpa fordert auch künftig eine spezielle Ausbildung für die Altenpflege

Stuttgart (ots) - Auch in Zukunft muss es eine eigenständige Ausbildung für die Altenpflege geben. Das unterstreicht der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in Baden-Württemberg. "Wir erwarten eine steigende Zahl hochbetagter und pflegebedürftiger Menschen im Land und brauchen die Pflegefachkräfte als Experten für das Alter", sagt der bpa-Landesvorsitzende Rainer Wiesner. Der bpa setzt sich für die Beibehaltung der drei getrennten Ausbildungsgänge für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpfleger ein.

Im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung soll es künftig einheitliche Lehrpläne für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpfleger geben, die sich dann erst nach der Ausbildung für die unterschiedlichen Einsatzbereiche in der Altenpflege, der Krankenpflege oder der Kinderkrankenpflege spezialisieren können. Bereits im Sommer soll ein entsprechender Gesetzentwurf vorliegen.

"Landessozialministerin Katrin Altpeter lobt sich per Pressemitteilung dafür, dass die Schülerzahlen in der Altenpflegeausbildung in Baden-Württemberg deutlich steigen, unterstützt aber gleichzeitig auf Bundesebene die Abschaffung dieser eigenständigen Ausbildung", ärgert sich Wiesner. Auch die Träger und Einrichtungen hätten sich in den vergangenen Jahren intensiv um eine Aufwertung des Pflegeberufes und um Nachwuchswerbung gekümmert. Nach den Plänen der Landesregierung würde es dann aber keine Altenpflegekräfte mehr geben, die perfekt auf die Versorgung von älteren Menschen vorbereitet sind."

"Die fachlichen Anforderungen an unsere Fachkräfte in der Altenpflege sind hoch und werden in der Zukunft weiter steigen. Deshalb müssen spezialisierte Inhalte direkt in der Ausbildung vermittelt werden", betont der bpa-Landesvorsitzende. "Ansonsten lernen die Pflegekräfte in der Zukunft zuerst vieles, was sie nicht brauchen, und müssen sich um ihre so wichtige Spezialisierung anschließend selbst kümmern. Wir fordern den Erhalt der Altenpflegeausbildung", so Wiesner.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast 1.000 in Baden-Württemberg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Stefan Kraft, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle, Tel.:
0711/9604960

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