bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

"Ein Reset für die Pflegedokumentation"
Entbürokratisierung der Pflege im Zentrum der 10. bpa-Qualitätskonferenz in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (ots) - In den nächsten zwei Jahren sollen Pflegefachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern von einem großen Teil der bürokratischen Verpflichtungen befreit werden. Das hat Elisabeth Beikirch, die ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für die Entbürokratisierung der Pflege, angekündigt. Künftig wird sie die Umsetzung der von ihr mit Fachleuten erarbeiteten Vereinfachungen bundesweit koordinieren. "Es geht wirklich um ein Reset bei der Pflegedokumentation", sagte Beikirch bei der 10. Qualitätskonferenz des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), dem größten Pflegekongress Norddeutschlands.

Rund 350 Teilnehmer aus der privaten ambulanten und stationären Pflege im Nordosten beschäftigten sich in Linstow zwei Tage lang in Vorträgen und Workshops mit Möglichkeiten, den Pflegenden mehr Zeit für die Betreuung ihrer Bewohner und Klienten zu verschaffen. "Bei Befragungen betonen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder, wie gern sie mehr Zeit für die eigentliche Pflege hätten", sagte der Vorsitzende der bpa-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, Michael Händel. "Unsere Arbeit in der Pflege fachkundig zu dokumentieren, ist wichtig, wir sollten aber alle Möglichkeiten zur sinnvollen Kombination und Verkürzung nutzen."

Viele der mehr als 350 im bpa organisierten Pflegeheime und Dienste in Mecklenburg wollen sich in den nächsten Monaten intensiv mit der Umsetzung der vorliegenden Vorschläge für eine schlankere Pflegedokumentation beschäftigen. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben den Pflegeberuf ergriffen, weil sie gern mit Menschen arbeiten und nicht, weil sie unnötige Schreibarbeiten erledigen wollen", betonte der bpa-Landesvorsitzende Händel.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 350 in Mecklenburg-Vorpommern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

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Für Rückfragen: Sven Wolfgram, Landesbeauftragter des bpa e. V. in
Mecklenburg-Vorpommern, Telefon: 0172/415 49 35

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