bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

"Zusammenarbeit im Gesundheitswesen wird ein Schwerpunkt"
Minister Grüttner kündigt auf bpa-Fachkongress stärkere Vernetzung an

Wiesbaden (ots) - Bis zum Jahr 2020 wird die Zusammenarbeit von Pflege und Medizin zu einer wesentlichen Voraussetzung zur Sicherung der Versorgung älterer Menschen in Hessen. Der Landesminister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, kündigte auf dem bpa-Fachkongress am 12. November 2014 in Bad Homburg an, die Vernetzung der Gesundheitsangebote in den Regionen werde ein Schwerpunktthema des neuen hessischen Gesundheitspaktes im Jahr 2015 sein.

Grüttner lobte ausdrücklich das praxisnahe Miteinander des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV): "Die Kooperation des bpa mit der KV Hessen ist ein Vorbild dafür, wie Zusammenarbeit zu einer besseren Vernetzung führen kann. Insbesondere der Beitrag, den die gemeinsame Clearingstelle für das Miteinander von Pflege und Ärzten leistet, ist ausgesprochen wichtig."

bpa-Präsident Bernd Meurer unterstrich die gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Medizin und Pflege in weiten Teilen Hessens. Dies sei ein klares Argument für einen Erhalt des spezialisierten Pflegeberufes: "Altenpflegerinnen und Altenpfleger sind Experten für die Versorgung im Alter. Diesen wichtigen Sachverstand dürfen wir nicht durch eine generalistische Pflegeausbildung gefährden."

Dr. med. Eckhard Starke von der KV Hessen hob in seinem Vortrag auf dem Fachkongress innovative Bespiele für die gemeinsame Arbeit von Ärzten und Pflegenden zum Wohle des Patienten hervor. "Es ist wichtig, dass wir regionale Dialogstrukturen aufgebaut haben, um die Versorgung direkt vor Ort sicherzustellen. Die Themen Arztpraxis und Pflege muss man heute gemeinsam denken."

Der hessische bpa-Landesvorsitzende Jochen Rindfleisch-Jantzon wies aber darauf hin, dass Vernetzung und Kooperation nicht zu abgeschlossenen Systemen führen dürften: "Wir brauchen eine jederzeit offene und transparente Zusammenarbeit der Akteure im Gesundheitswesen. Es darf nicht gelten, dass nur ,in ist, wer drin ist'."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 950 in Hessen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und ca. 20.000 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

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