bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Wer den politischen Vorgaben folgt, wird an den Pranger gestellt?
bpa kritisiert "Report Mainz"-Bericht über Ambulantisierung

Berlin (ots) - Wenn Pflegeheimbetreiber das in die Tat umsetzen, was die Politik anstrebt, werden sie nach Ansicht von Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), öffentlich diskreditiert. In einem Beitrag der gestrigen Ausgabe des Politikmagazins "Report Mainz" berichtete SeniVita-Geschäftsführer Horst Wiesent über sein Konzept der "Altenpflege 5.0". Dieses beruht auf der Umwandlung von stationärer in ambulante Versorgung, worin Wiesent bessere Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung von Pflegeleistungen sieht. Zudem eröffnen sich den Pflegebedürftigen seiner Ansicht nach mehr Möglichkeiten, selbstbestimmt zu leben.

"Die Politik will mit den Leistungen der Pflegeversicherung auch Anreize für die künftige Infrastruktur geben. Es ist billige Polemik, wenn anschließend medienwirksam angeprangert wird, dass Unternehmen die politischen Vorgaben nutzen. Innovative Unternehmen - egal ob als gemeinnütziger oder privater Anbieter - wurden für ihre Weitsicht mehrfach ausgezeichnet", so Meurer, der betont, dass die Ursachen für die angebliche Belastung der Krankenversicherung nicht in einem neuen Modell, sondern schlicht in der systematischen Ungleichbehandlung lägen: Heimbewohner zahlen zwar Krankenkassenbeiträge, der Anspruch auf Leistungen der Behandlungspflege wird ihnen aber verwehrt. Damit sind diese schlechtergestellt als alle anderen Versicherten der Krankenversicherung.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

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