bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Mehr Zeit für die Pflegebedürftigen durch weniger Bürokratie
Staatssekretär Laumann im Gespräch mit dem bpa Bayern

München (ots) - Die Entlastung der Mitarbeiter in der ambulanten und stationären Altenpflege von zu hohen Dokumentationsanforderungen kann nur mit gemeinsamen Anstrengungen der Träger und der Aufsichtsbehörden gelingen. Darin waren sich nach einem Spitzengespräch in München am 24. Juli 2014 Vertreter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und weiteren Vertretern sowie dem Bevollmächtigen der Bundesregierung für Pflege, Karl-Josef Laumann, einig.

Der Staatssekretär hatte sich zuvor auf Einladung des bpa mit Vertretern der bayerischen Staatsregierung, des MDK, der Wohlfahrtsverbände und Weiterbildungsträger ausgetauscht. Außerdem nahmen bayerische Träger an dem Gespräch teil, die sich mit ihren Diensten und Einrichtungen an der Erprobung zur Reduzierung der Pflegedokumentation beteiligt hatten. Seit dem 4. Juli liegt der Beschluss der Selbstverwaltung vor, dass die Ergebnisse aus dem Projekt zur Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation mit den bestehenden Gesetzen, Verträgen und Qualitätsprüfungsinhalten zu vereinbaren sind. Das Projekt kann damit in die Umsetzungsphase gehen.

Laumann bekräftigte sein Ziel, in den nächsten zwei Jahren ein Viertel aller Pflegedienste und Heime in Deutschland für eine verschlankte Pflegedokumentation zu gewinnen: "Ich habe veranlasst, dass im August ein konkreter Leitfaden für die Schulung kommen wird." Die Pflegenden sollen außerdem durch ein Projektbüro in Berlin unterstützt werden, das spätestens ab Januar 2015 bei Fragen zur Umsetzung der neuen Dokumentationssysteme helfen soll.

Träger und Verbände rief Laumann vor allem dazu auf, über Informations- und Schulungsangebote die Möglichkeiten zur Reduzierung des Dokumentationsaufwands in der Branche noch bekannter zu machen. Hier engagiere sich der bpa in Bayern intensiv, sagte die Landesbeauftragte Ilona Taylor: "Für eine bayernweite Implementierung dieses Strukturmodells brauchen wir neben konkreten Handlungsempfehlungen ein einheitliches Schulungskonzept sowie die zeitnahe Bereitstellung der Umsetzungsstrukturen durch den Bund und die Gewährleistung der Steuerung im Land."

Auch die Vertreter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, der im Alltag die künftig reduzierten Dokumentationssysteme prüfen und bewerten muss, kündigten erneut an, die Einrichtungen und Pflegedienste bei der Umsetzung intensiv begleiten und unterstützen zu wollen.

bpa: Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 900 in Bayern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 245.000 Arbeitsplätze und circa 18.900 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 19,4 Milliarden Euro.

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