bpa: Wenn das Projekt "Zukunft der Gesundheitsversorgung" Erfolg haben soll, muss die Pflege stärker berücksichtigt werden
Berlin (ots) - Das vom Niedersächsischen Sozialministerium initiierte Projekt zur Verbesserung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung muss nach Ansicht des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) dringend um die Leistungsmöglichkeiten der Pflegeeinrichtungen ergänzt werden. Nur so könnten die zukünftigen Versorgungsstrukturen der Bevölkerung auch tatsächlich zugute kommen.
Schon zu Beginn des Projektes hatte der Verband gefordert, dass die Leistungsangebote der Pflegeeinrichtungen unabdingbar einbezogen werden müssen, wenn es um die Weichenstellung zu einer zukunftsfesten Gesundheitsversorgung geht. Der bpa hatte sich ausdrücklich dazu bereit erklärt, an der Konzeption des Projektes mitzuwirken.
Angesichts der Zielsetzung des Projektes wie Weiterentwicklung von Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung, Sicherstellung der durch den demografischen Wandel herausgeforderten medizinischen Versorgung und der Verbesserung der Versorgung von chronisch Erkrankten und pflegebedürftigen Menschen ist es für den bpa unverzichtbar, dass die Pflege offiziell in den Kreis der Projektbeteiligten aufgenommen wird.
Leider wurde es jedoch versäumt, der Pflege einen anerkannten Status in den Reihen der Projektpartner einzuräumen.
"Obwohl sich ein beachtlicher Teil der regionalen Themenschwerpunkte ausdrücklich mit der medizinischen Versorgung und Pflege der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger befasst, ist bei der Projektentwicklung auf die Beteiligung der Pflege und deren Expertise verzichtet worden", ärgert sich Henning Steinhoff, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Niedersachsen.
"Für uns ist es deshalb völlig unverständlich, warum die Niedersächsische Soziaministerin anlässlich einer Zwischenbilanz zum Projekt darauf hinweist, dass alle relevanten Partner auf der Landesebene in die Projektierung einbezogen wurden", sagt Karsten Neumann, Vorsitzender des Vorstandes der bpa-Landesgruppe Niedersachsen.
Damit es tatsächlich zu einer übergreifenden Zusammenarbeit aller relevanten Akteure bei der zukünftigen Gesundheitsversorgung kommt, führt an der Aufnahme der Pflege in den Kreis der Projektbeteiligten auf Landesebene kein Weg vorbei. Der bpa bietet erneut ausdrücklich seine Beteiligung an, um die medizinische Versorgung der Ärzte zu flankieren und auch die pflegerische Versorgung der niedersächsischen Bevölkerung zukünftig sicherzustellen.
Pressekontakt:
Henning Steinhoff, Leiter der Landesgeschäftsstelle, Tel.: 05 11 / 12 35 13-40

