bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Fischer ändert Vorschlag zur Versorgung Demenzkranker in der Tagespflege

Hamburg (ots) - bpa begrüßt Flexibilisierung im Sinne der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen als Schritt in die richtige Richtung Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer hat ihren im Februar unterbreiteten Vorschlag zu einer besseren Versorgung Demenzkranker modifiziert. Zusätzliche Leistung Der Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sieht vor, dass Demenzkranke einmal wöchentlich Tages- oder Nachtpflege in Anspruch nehmen können. Die Tages- oder Nachtpflege soll als zusätzliche Leistung gewährt werden, ohne dass die Kosten dafür auf das Pflegegeld oder die Pflegesachleistungen angerechnet werden. Diese Leistungserweiterung wird die Pflegekassen voraussichtlich etwa 500 Millionen Mark pro Jahr kosten. Änderungsvorschlag der Ministerin Jetzt soll die zeitliche Inanspruchnahme der Tagespflege flexibilisiert werden. Dabei wird es den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen anheim gestellt, ob Demenzkranke eine Einrichtung der Tagespflege regelmäßig einmal einen ganzen Tag pro Woche oder zwei halbe Tage pro Woche oder im Monat vier Tage am Stück in Anspruch nehmen. Der bpa hält diesen Vorschlag für grundsätzlich richtig. Bernd Tews, Geschäftsführer des bpa stellt dazu fest: "Die jetzt vorgestellten Änderungen greifen die Anregungen des bpa auf. Wir begrüßen daher diesen Vorschlag als Schritt in die richtige Richtung und möchten darüber hinaus mit Nachdruck die Ministerin darin unterstützen, die Tagespflegeversorgung und die ambulante Pflege zu ergänzen. Durch die unvollständige Teilkaskoabsicherung der sozialen Pflegeversicherung ist die Versorgung und Betreuung von Demenzkranken bisher nicht ausreichend gesichert und bleibt eine Aufgabe, der sich die Politik weiterhin stellen muss. Aber angesichts der mittlerweile auch bei den Pflegekassen angespannten Finanzsituation und der angestrebten Beitragsstabilität trägt der Vorschlag dazu bei, die dringend erforderliche Verbesserung bei der Versorgung Demenzkranker voranzutreiben und kann helfen, pflegende Angehörige, die sich oftmals aufopferungsvoll um ihre Nächsten kümmern, nachhaltig zu entlasten. Damit verbunden sein muss allerdings die Wahlmöglichkeit des Pflegebedürftigen bzw. der Angehörigen, ob die Leistung in der Tagespflege oder aber durch einen Pflegedienst in der Häuslichkeit erbracht wird. Unabhängig davon sind in Zukunft dringend weitere Maßnahmen erforderlich, damit die Versorgung von verwirrten alten Menschen angemessen gewährleistet werden kann. Die Entlastung der pflegenden Angehörigen durch Pflegekräfte muss dabei besondere Berücksichtigung finden." ots Originaltext: bpa Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Bernd Tews, Telefon: 040 - 25 17 81 53. Gerne senden wir Ihnen ein Foto von Herrn Tews per E-mail. Veröffentlichung frei, Beleg erbeten Original-Content von: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: