bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

bpa schlägt Sofortprogramm für Qualifizierung von Pflegehilfskräften vor

Berlin (ots) - Um dem drastischen Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen, will sich Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gemeinsam mit den Bundesländern innerhalb der Koalition dafür einsetzen, die in diesem Jahr auslaufende staatliche Förderung für die Ausbildung zu verlängern. "Es wäre ein völlig falsches Signal, die Förderung auslaufen zu lassen. Wir müssen Menschen fachlich und finanziell motivieren, sich zu Altenpflegern umschulen zu lassen. Deshalb werden wir den Bundesgesundheitsminister in seinem Bemühen, das dritte Ausbildungsjahr für Umschüler auch in Zukunft zu finanzieren, bestärken und unterstützen", sagte bpa-Präsident Bernd Meurer.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) setzt sich seit langem dafür ein, dass Umschüler, die sich für den Zukunftsberuf in der Altenpflege ausbilden lassen wollen, finanziell abgesichert und die Umschulungskosten vollständig übernommen werden. Aufgrund dieser Förderung hatte sich die Zahl der Umschüler 2009 auf 7.000 verdoppelt. Laut Gesetz würde diese Ende 2010 auslaufen.

"Mehr als 11.300 Pflegehilfskräfte sind bundesweit laut Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit als arbeitssuchend gemeldet. Dieses Potential müssen wir konsequent nutzen und die Motivierten und Geeigneten in einem staatlichen Sofortprogramm zu examinierten Fachkräften qualifizieren. Viele Arbeitssuchende wären, bedingt durch langjährige Berufserfahrung, zudem befähigt, diesen Abschluss auf verkürztem Weg zu erlangen. Die erforderliche Finanzierung hierfür steht in keinem Verhältnis zu den Kosten, die uns durch den immensen Fachkräftemangel entstehen", ist sich Meurer sicher.

Politik und Pflegewirtschaft seien nun verpflichtet, gemeinschaftlich zu handeln und schnellstens dieses Sofortprogramm umzusetzen und nach weiteren Lösungen zu suchen. "Die Weichen sind nun gestellt. Den erfolgversprechendsten Weg müssen wir nun schnellstens einschlagen, wenn wir nicht in wenigen Jahren vor einem kompletten Pflegenotstand stehen wollen", so der Präsident des bpa.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 6.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 200.000 Arbeitsplätze und ca. 10.500 Ausbildungsplätze.

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Steffen Ritter
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