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bpa warnt: Wenn nicht bald etwas geschieht, wird Pflege durch Fachkräfte zum Luxusgut
Statistisches Bundesamt: Demografischer Wandel führt zu 50% mehr Pflegebedürftigen im Jahr 2030

Berlin (ots) - Nach den heute vorgelegten Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kann durch den demografischen Wandel in Deutschland die Zahl der Pflegebedürftigen von 2,2 Millionen im Jahr 2007 auf 2,9 Millionen im Jahr 2020 und etwa 3,4 Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Hierzu nimmt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Stellung: "Wenn nicht bald etwas geschieht, wird Pflege durch Fachkräfte zum Luxusgut."

Um den bereits bestehenden Fachkräftebedarf in der Pflege abzudecken, fordert der bpa unter anderem die weitere finanzielle Förderung für Umschüler im dritten Umschulungsjahr.

Der Altenpflegeberuf sei bestens geeignet für Wiedereinsteiger. Er biete Frauen wie Männern, die nach dem aktiven Familienleben wieder in den Beruf einsteigen wollten, ideale Voraussetzungen. "Die Umschüler können im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung einen Beruf erlernen, von dem wir heute schon sagen können, der wird morgen mehr denn je gebraucht werden. Wir haben einen hohen Bedarf und der Beruf ist absolut zukunftssicher."

Eine aktuelle Studie des Darmstädter WifOR-Instituts sowie die Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft im Auftrag des bpa belegen bereits heute, dass in Deutschland bis 2020 bundesweit fast 400.000 Vollzeit-Pflegefachkräfte gebraucht werden. "Dies entspricht in etwa den Einwohnerzahlen von Mainz und Erfurt zusammen", so Meurer.

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Herbert Mauel, Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60.

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