bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Neue Kooperationsmöglichkeiten für Pflegeeinrichtungen und Immobilienwirtschaft
Fachtagung von bpa und BFW zum Thema "Wohnen im Alter"

Berlin (ots) - Der Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben zu können, steht für vier von fünf Senioren an erster Stelle - dies gilt auch für den Fall, dass sie pflege- und hilfebedürftig werden sollten. Wohnungs- und Pflegewirtschaft sind daher gefordert, sich gemeinsam den Bedürfnissen älterer Mieter anzunehmen. Zu diesem Ergebnis kamen rund 120 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung bei der Fachtagung "Wohnen im Alter - neue Kooperationsmöglichkeiten für Pflegeeinrichtungen und Immobilienwirtschaft heute in Berlin, die gemeinsam vom BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) ausgerichtet wurde.

Die Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen steigt. Dies ist auf die starke Zunahme der pflegebedürftigen Bevölkerung und die wachsende Bedeutung der ambulanten Pflege zurückzuführen. Bereits 2030 werden rund 30 Prozent der Bevölkerung 64 Jahre und älter sein. "Sowohl für die Pflegeeinrichtungen als auch für die Immobilienwirtschaft gilt es, die Wohnungs- und Versorgungsangebote an der größer werdenden Gruppe der älteren Menschen auszurichten", forderte der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesbauministeriums, Jan Mücke, in seiner Eröffnungsrede.

Des Weiteren spielen ein barrierearmes, altersgerechtes Wohnumfeld, 24-Stunden-Notruf, die Hausgemeinschaft mit Gleichgesinnten und jederzeit abrufbare Serviceleistungen wie etwa "Essen auf Rädern" und bei Bedarf ambulante medizinische Pflegeleistungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter eine bedeutende Rolle. "Die Pflege muss so ausgerichtet sein, dass sie den Wünschen der betroffenen Menschen folgt, auch bei Pflege- und Hilfebedürftigkeit", so bpa-Geschäftsführer Herbert Mauel.

Ira von Cölln, Bundesgeschäftsführerin des BFW Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. unterstrich, dass es beim Wohnen im Alter vor allem um ein effektives Zusammenspiel verschiedener Komponenten geht: "Angesichts weniger Mittel in den Staatskassen und sinkender Renten der älteren Bevölkerung bekommt das Betreute Wohnen und Wohnen mit Service wie in europäischen Nachbarländern, z.B. den Niederlanden, längst üblich, mehr Bedeutung. Dabei geht es aus Sicht der Immobilienwirtschaft nicht nur um die bauliche, barrierearme Anpassung des Wohnraums, sondern auch um eine gute vorpflegerische und pflegerische Versorgung, ein Quartier, das den täglichen Bedarf wie Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Apotheken einbezieht, genauso wie das Zukunftsthema der technischen Unterstützung, dem sog. Ambient Assisted Living."

Im Fokus der Veranstaltung standen Kooperationsformen und -möglichkeiten von Pflegeeinrichtungen und Immobilienwirtschaft, die durch gut funktionierende Praxisbeispiele exemplarisch vorgestellt wurden. In der anschließenden Diskussionsrunde debattierten namhafte Experten über die derzeitigen Angebote und deren Weiterentwicklung. Bereits heute steht fest, dass die Nachfrage nach Unterstützung in den Bereichen Betreuung und Alltagesmanagement stark zunehmen wird. Hierfür gilt es entsprechende Angebote zu entwickeln. Der bpa unterstützt seine Mitglieder hierbei. So können die Einrichtungen ihren Kunden beispielsweise mit dem bpa-Hausnotruf ein kostengünstiges und zuverlässiges Hausnotrufsystem anbieten.

Der bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. ist die berufsständische Vertretung privater Alten- und Pflegeheime, Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, ambulante Pflegedienste und private Sozialdienstleistungsbetriebe auf Bundes- und Landesebene. Über seinen europäischen Dachverband E.C.H.O. und seine Geschäftsstelle in Brüssel nimmt der bpa auch auf europäischer Ebene die Interessensvertretung der Pflegeeinrichtungen wahr.

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Spitzenverband der unternehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitglieder und verbundene Unternehmen an. Sie verwalten momentan einen Wohnungsbestand von rund 3,2 Millionen Wohnungen sowie Gewerberäume von insgesamt 10,4 Millionen Quadratmeter Nutzfläche.

Für Rückfragen:

Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa): 
Bernd Tews, Herbert Mauel 030 / 30 87 88 60.

BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.,
Kurfürstendamm 57, D-10707 Berlin, Miriam Herke, Pressesprecherin,
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