bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

bpa begrüßt Gleichbehandlung bei der Kinderbetreuung

Berlin (ots) - Private Anbieter erbringen gleiche Leistungen mit vergleichbarer Qualität

Kaum hatte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen den Referentenentwurf des Kinderfördergesetzes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, liefen die Wohlfahrtsverbände dagegen Sturm, dass zukünftig auch private Träger von Krippen und Kitas zur Sicherung der Kinderbetreuung in Deutschland staatlich Zuschüsse erhalten sollen. Auf eine merkwürdige Weise stoßen Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Linkspartei ins gleiche Horn: private Anbieter sollen weitgehend davon ausgeschlossen werden, Angebote der Jugendhilfe zu erbringen. Das Kinderfördergesetz sei das "Einfallstor" zur Kommerzialisierung der Jugendhilfe.

Bernd Meurer, der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), sieht das anders: "Diese Argumentation ist so abenteuerlich wie falsch. Das Privileg der Wohlfahrtsverbände ist nur aus der Tradition zu verstehen. Heute gibt es für die Ausschaltung von Konkurrenz keine Legitimation mehr. Das zeigen z.B. die Erfahrungen in der Altenhilfe, in der gut die Hälfte der Anbieter ambulanter und stationärer Hilfen privatwirtschaftlich organisiert sind und die gleichen Leistungen zu vergleichbarer Qualität und häufig sogar noch kostengünstiger erbringen."

Gewerbliche Anbieter in den Bereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe und eben auch in der Kinder- und Jugendhilfe erbringen aufgrund gesetzlicher und vertraglicher Vorgaben die gleichen Leistungen wie Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände oder der Kommunen, und sie werden mit den gleichen Maßstäben gemessen und durch die gleichen Institutionen auf ihre Zuverlässigkeit und Qualität geprüft.

In vielen Bereichen beweisen die privaten Einrichtungsträger in der Jugendhilfe Tag für Tag, dass sie mit den für alle gleichermaßen geltenden Vereinbarungen über Leistungsangebote, Entgelte und Qualitätsentwicklung eine hervorragende Arbeit zu leisten im Stande sind.

"Der bpa setzt sich für die Gleichbehandlung ein. Unsere Träger treten auch in einen Qualitätswettbewerb ein. Davon profitieren sowohl die Kinder als auch die Eltern", so Meurer.

Deshalb zeigt die vorgebliche Entrüstung über die Öffnung der Kinderbetreuung für private Anbieter vor allem den durchsichtigen Versuch, sich eine unliebsame, leistungsfähige Konkurrenz vom Leibe zu halten.

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