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Orale Darreichungsform von Antipsychotikum bietet Patienten mit akuter Psychose "benutzerfreundliche" Alternative zu Injektionen

München (ots-PRNewswire) - Obwohl viele Ärzte bei der Behandlung von Patienten, die für ihre psychotische Unruhe eine Notbehandlung benötigen, auf die intramuskuläre Injektion antipsychotischer Medikamente vertrauen, fand man bei neueren Forschungen heraus, dass die orale Darreichungsform von Risperdal(TM) (risperidone) gleichermaßen wirksam ist und sowohl für die Pfleger als auch für die Patienten eine annehmbare Alternative darstellen könnte.(1) Während der Studie, die jetzt auf dem bedeutenden, internationalen Kongress für Neuropsychopharmakologie in München* vorgestellt wurde, fand man heraus, dass Risperdal bei der Behandlung von Symptomen psychotischer Unruhe ebenso schnell und effektiv wirkt wie die intramuskuläre (IM) Injektion von Haloperidol, einem älteren, konventionellen Antipsychotikum. Beide Medikamente wurden in Kombination mit dem Antianxietikum Lorazepam verabreicht. Dr. Glenn Currier, leitender Wissenschaftler und assistierender Professor der Abteilung für Psychiatrie und Notfallmedizin an der University of Rochester, sagt hierzu: "Wenn zwei Medikamente mit gleicher Wirksamkeit zur Verfügung stehen, dann wird sich der Arzt in der Notfallsituation bei seinen Überlegungen über die Auswahl des antipsychotischen Medikamentes vor allem nach dem Wunsch und dem Einverständnis des Patienten richten. Wenn Patienten allerdings im Zustand psychotischer Unruhe, insbesondere im Falle von Schizophrenie, in die Notbehandlung kommen, sind sie oft verwirrt, verängstigt und paranoid. Injektionen sind schmerzhaft und können als Feindseligkeit und "Zwangsmaßnahme" wahrgenommen werden. Das wiederum kann eine erhebliche Behinderung für den Arzt und seine Behandlung darstellen, und den Patienten daran hindern, sie anzunehmen." Im Gegensatz dazu ist eine orale Lösung (flüssig) in Notsituationen einfacher anzuwenden als Tabletten und dazu noch weniger invasiv. Außerdem können die Patienten die Medikation nach Verlassen des Krankenhauses in der gleichen Weise fortsetzen, was der langfristigen Behandlung förderlich ist. Dr. Currier fügt noch hinzu, dass die Darreichung als orale Lösung auch für die Pfleger von Vorteil ist. Bei Injektionen ist das Personal von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen verstärkt dem Verletzungsrisiko durch Nadelstiche und damit der Übertragung von Krankheiten wie AIDS und Hepatitis ausgesetzt, insbesondere, wenn es sich um unruhige und zum Teil gewalttätige Patienten handelt. In akuten Situationen ist manchmal die intramuskuläre Injektion von Antidepressiva geeignet, den Patienten zu beruhigen. Dennoch ist in Fällen wie Schizophrenie die beruhigende Wirkung gegenüber der antipsychotischen eher sekundär. Die neuen Erkenntnisse verweisen darauf, dass die orale verabreichte Flüssigkeit ähnlich schnell und ebenso effektiv wirkt wie die intramuskuläre Injektion. (1) In der vorliegenden, "naturalistischen" Studie wurden 60 akut psychotische Patienten in der Notbehandlung eines großen, städtischen medizinischen Zentrums behandelt, indem ihnen Risperdal als orale Lösung (2 mg) in Kombination mit oralem Lorazepam (2 mg) oder IM Haloperidol (5 mg) zusammen mit IM Lorazepam (2 mg) verabreicht wurde, was in dieser Institution die Standardbehandlung darstellt. Die psychotische Unruhe kam durch Symptome wie gesteigerte Erregung, Feindseligkeit, geringe Kontrolle über die Impulse und Wahnverhalten zum Ausdruck. Der Grad der Unruhe, der an den Patienten beobachtet werden konnte, und die Besserung durch die nachfolgende Behandlung wurden mit Hilfe der "Positive and Negative Syndrome Scale" (PANSS) und der Skala "Clinical Global Impression" (CGI) beurteilt. Der Unruhegrad der Patienten beider Gruppen (deren Unruhegrad im Ausgangszustand vergleichbar war) ist sowohl 30 als auch 60 Minuten nach der Medikation signifikant gesunken. Nach PANSS fiel die Unruhe aus dem "extremen" Bereich von 20-25 innerhalb von 30 Minuten auf 7-12 und dann weiter in den Bereich 2-5 - ganz dicht an der Skaleneinheit 1, die die "Abwesenheit" von Symptomen bezeichnet. Auch bei der Beurteilung nach der CGI-Skala gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen, die in Zeitabständen von 15, 30, 60 und 120 Minuten beurteilt wurden. Im Durchschnitt näherten sich alle Patienten auf der CGI-Skala dem Wert 2 an, der "sehr stark gebessert" kennzeichnet (wobei die 7 für Symptome steht, die sich "sehr stark verschlechtert" haben). Bei der Risperderal-Gruppe wurde von keinerlei negativen Nebenwirkungen berichtet; die Behandlung fortgesetzter Unruhe bei einem Patienten machte Haloperidol IM erforderlich. Bei einem Patienten, der Haloperidol IM erhielt, wurde akute Dystonie (abnormaler Muskeltonus) festgestellt. Dr. Ramy Mahmoud, Director des CNS Medical Affairs bei Janssen, erklärt dazu: "Als einziges untypisches Antipsychotikum, das zur Verfügung steht, ist die orale Lösung von Risperdal eine wichtige Option für Ärzte in der Notbehandlung und ihre Patienten, die unter akuten psychotischen Schüben leiden." Hinweise für Redakteure: Janssen Pharmaceutica hat seinen Sitz in Beerse, Belgien. Risperdal(TM) wird weltweit von Janssen-Cilag und in der Europäischen Union (außer in Italien, Spanien und Finnland), Norwegen, der Schweiz, Brasilien und Argentinien in Gemeinschaft mit NV Organon vertrieben. Janssen Pharmaceutica gehört seit 1961 zur Unternehmensgruppe Johnson & Johnson. Johnson & Johnson ist weltweit der größte und umfassendste Hersteller von Produkten für die Gesundheitsfürsorge, der sowohl den pharmazeutischen, den professionellen als auch den Verbrauchermarkt bedient. Informationen für Medien: Diese Informationen geben nicht notwendigerweise die Meinung von ECNP wieder. Literatur 1. G.W.Currier et al. Risperidone oral solution versus intramuscular haloperidol for control of psychotic agitation. The Journal of the European College of Neuropsychopharmacology, Band 10, Ergänzungsband 3, September 2000, Seite S296 ots Originaltext: Janssen Pharmaceutica Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Melissa Katz, Janssen Pharmaceutica: +32 7596 5263 Anna Korving, Ketchum: +44 7710 420 523 Roseann Ward, Ketchum: +44 7932 798 151 John Gisborne, Ketchum: +44 20 7465 8753 Original-Content von: Janssen Pharmaceutica, übermittelt durch news aktuell

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