Blanco GmbH + Co KG

BLANCO wuchs 2000 um sieben Prozent
431 Mio. DM Umsatz zum 75. Jubiläum

    Oberderdingen (ots) - Die BLANCO-Gruppe mit ihrem Stammsitz der
BLANCO GmbH + Co. KG in Oberderdingen erzielte im Geschäftsjahr 2000
weltweit einen konsolidierten Netto-Umsatz von 431 Mio. DM (Vorjahr
403 Mio. DM). Der Umsatzzuwachs von rund 7 Prozent des in den
Geschäftsbereichen Haushaltstechnik, Gemeinschaftsverpflegung und
Medizintechnik aktiven Unternehmens kam insbesondere aus dem
Auslandsgeschäft. Der Auslandsanteil stieg im abgelaufenen
Geschäftsjahr von 42 auf 45 Prozent, wobei der deutsche Exportanteil
von 32 auf 34 Prozent zunahm. BLANCO fertigt außerhalb Deutschlands
in Canada und in der tschechischen Republik. Seit 1999 hält BLANCO
eine maßgebliche, nicht konsolidierte Beteiligung an einem indischen
Spülenhersteller. Beliefert werden rund 120 Länder der Welt.
    
    Die Ertragsentwicklung verlief, unter anderem auch gestützt durch
das gute interne Wachstum und ausgelastete Kapazitäten, befriedigend
und lag deutlich über dem Vorjahr.
    
    Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Frank Straub, mitteilt,
haben sich die drei Geschäftsbereiche im abgelaufenen Geschäftsjahr
unterschiedlich entwickelt. Die Haushaltstechnik, in der
Haushaltsspülen, Armaturen und Zubehör zusammengefasst sind, wuchs
weltweit um rund 10 Prozent und erzielte einen ebenfalls
konsolidierten Umsatz von 290 Mio. DM (Vorjahr 262 Mio. DM), wobei
der Auslandsanteil im Jahr 2000 erstmals die 50 Prozent Marke
überstieg. Insgesamt seien über 1,3 Mio. Spülen verkauft worden.
    
    Im Inlandsgeschäft konnte sich die Haushaltstechnik von der
rückläufigen Konjunktur des deutschen Küchenmarktes abkoppeln und
trotz des anhaltenden Drucks auf die erlösbaren Durchschnittspreise
insbesondere mit hochwertigen Produktlinien ebenfalls deutlich
zulegen und die marktführende Position weiterentwickeln. BLANCO habe
auch bei Küchenmischbatterien  die Marktführerschaft im Küchen- und
Möbelfachhandel ausgebaut.
    
    Der Geschäftsbereich Gemeinschaftsverpflegung erwirtschaftete
konsolidiert einen Umsatz von 119 Mio. DM (Vorjahr 117 Mio. DM) und
konnte ein erfreuliches Wachstum im Auslandsgeschäft sowie eine gut
behauptete Position im außerordentlich schwierigen Inlandsmarkt
erzielen. Die Medizintechnik stabilisierte sich trotz schwieriger
Investitionsbedingungen bei den "öffentlichen Händen" in ihrem Umsatz
bei rund 22 Mio. DM, wobei bei Schrankanlagen durch die OEM
Belieferung eines der führenden Unternehmen in der Medizintechnik der
Marktanteil im Inland bei circa 50 Prozent lag.
    
    Zahl der Auszubildenden nimmt zu
    
    Weltweit beschäftigte die Gruppe 1999 insgesamt 1.676 Mitarbeiter
(Vorjahr 1.628), von denen 280 im Ausland tätig sind. In starkem Maße
habe sich BLANCO auch im vergangenen Jahr in der Ausbildung
engagiert. Derzeit bereiten sich 65 Auszubildende bei BLANCO in den
unterschiedlichen technischen und kaufmännischen Sparten auf ihren
späteren Beruf vor.
    
    Investition in den Standort Deutschland
    
    Das Unternehmen hat sich nach Auskunft von Straub in den  letzten
Jahren mit großen Investitionen auf die Stärkung und Modernisierung
der deutschen Fertigungsstandorte in Oberderdingen und vornehmlich in
Sulzfeld sowie Sinsheim konzentriert. Die neuen
Fertigungsmöglichkeiten würden die eigene Wettbewerbsposition im In-
und Ausland bereits spürbar verbessern, erklärte Straub, der diese
Investition auch als Bekenntnis zum Standort Deutschland verstanden
wissen will.
    
    Im vergangenen Jahr, in dem das Unternehmen 75 Jahre bestand,
konzentrierten sich die investiven Maßnahmen neben den
Ersatzinvestitionen insbesondere auf die Weiterentwicklung des SAP
R/3-Systems mit mySAP.com und der Einrichtung des ersten online
stores in der Medizintechnik sowie dem Einstieg in ein sogenanntes
knowledge warehouse.
    
    Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr
    
    Mit dem Ausbau der Marktposition in der Haushaltstechnik, mit der
erkennbar gefestigten Marktpositionierung der
Gemeinschaftsverpflegung und der Neuorientierung in der
Medizintechnik würden alle drei Geschäftsfelder in starkem Maße von
der Design- und Innovationspolitik des Unternehmens getrieben und auf
weiteres Wachstum und Ertragsverbesserung programmiert.  Frank
Straub, Enkel des Firmengründers Heinrich Blanc und am 1. März dieses
Jahres 25 Jahre bei BLANCO, sieht dem laufenden Jahr mit verhaltenem
Optimismus entgegen.
    
    Aufgrund der exorbitant gestiegenen Rohstoffpreise habe man Anfang
dieses Jahres die Verkaufspreise erneut erhöhen müssen, was sich
allerdings nur mit Anstrengung durchsetzen lasse. Dennoch sei im
Inlandsmarkt eine Umsatzerhöhung geplant, die oberhalb der erwarteten
Branchenentwicklung liegen solle. Die Marktpositionen  in den
Auslandsmärkten werden mit einem überproportional geplanten Wachstum
weiter ausgebaut. Der Export- und Auslandsanteil wird sich weiter
erhöhen, prognostizierte Straub.
    
    Die BLANCO GmbH + Co. KG sieht sich mit ihrer an der Bilanzsumme
gemessenen Eigenkapitalquote von über 40 Prozent gut für die Zukunft
gerüstet. Gesellschafter des Unternehmens sind unverändert die E.G.O.
(69,3 Prozent) und Erben der Gründerfamilie Blanc.
    
    
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