Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Welt-Ei-Tag am 10. Oktober: VIER PFOTEN-Umfrage deckt Konsumentenbetrug auf
Käfig bleibt Käfig, trotz irreführender Bezeichnung "Kleingruppenhaltung"

Hamburg (ots) - Die Käfighaltung von Hühnern ist in Österreich und der Schweiz längst verboten, und Käfig-Eier sind hier in Supermärkten nicht mehr zu finden. Während auch Supermärkte in Großbritannien, Belgien und den Niederlanden Käfig-Eier mehrheitlich aus den Regalen geräumt haben, bleibt Deutschland im Tierschutz ein Entwicklungsland. Die deutsche Regierung hat das im Grundgesetz verankerte "Staatsziel Tierschutz" ohnehin längst verfehlt: 2007 hätte ein Käfigverbot in Kraft treten sollen, kurz davor wurde das Gesetz einfach gekippt.

"Konsumenten haben sich klar für ein Ende dieser Tierquälerei ausgesprochen, doch die Käfigindustrie will den Konsumenten bewusst irreführen", so Jürgen Faulmann, Kampagnenleiter der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN. "Auf Käfig-Eierpackungen soll die Bezeichnung 'Kleingruppenhaltung' gedruckt werden, ein unglaublicher Betrugsskandal."

"Kleingruppenhaltung": Käfig bleibt Käfig! 76% der Konsumenten fühlen sich getäuscht, wenn sie erfahren, dass "Kleingruppenhaltung" in Wahrheit Käfighaltung ist, so eine aktuelle INTEGRAL-Umfrage im Auftrag von VIER PFOTEN. Knapp die Hälfte der Konsumenten assoziiert mit der Bezeichnung "Kleingruppenhaltung" Freiland- oder Bodenhaltung, und wird damit Opfer gezielter Verbrauchertäuschung.

Laut EU-Vermarktungsnorm dürfen Konsumenten weder irregeführt noch getäuscht werden. Die Bezeichnung "Kleingruppenhaltung" ist ebenso irreführend wie täuschend, und Konsumenten verlangen beim Kauf eindeutig Klarheit über die Herkunft der Eier. Die INTEGRAL-Umfrage bestätigt: 41% der Bevölkerung verlangt ein Verkaufsstop der Tierqual-Käfig-Eier, etwa die Hälfte zumindest eine eindeutige Kennzeichnung.

VIER PFOTEN wird Entwicklungen auf diesem Gebiet genau verfolgen und fordert Konsumenten auf, sich bei Verdacht auf versteckte Käfig-Eier an VIER PFOTEN zu wenden, unter der Telefonnummer 040-399 249 0. Tatsächliche Vergehen werden zur Anzeige gebracht.

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