Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN gibt Tipps zur Wahl einer Hundeschule

Hamburg (ots) - Hundeschulen unterstützen und beraten Hundehalter bei der Erziehung ihrer Tiere. Seit der Einführung strengerer Hundegesetzte hat sich die Zahl der Hundeschulen in Deutschland drastisch erhöht. Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN gibt Tipps worauf man bei der Wahl einer guten Hundeschule achten sollte.

Die Berufsbezeichnung Hundetrainer ist in Deutschland nicht geschützt. Deshalb gibt es auch keine vorgeschriebene Ausbildung, die zur Eröffnung einer Hundeschule qualifiziert. "Für viele Ratsuchende ist es nicht immer leicht, fachkundige Hundetrainer von selbsternannten 'Experten' zu unterscheiden", erklärt Martina Schnell, Referentin für Heimtiere von VIER PFOTEN. Wer unsicher ist, sollte prüfen, ob der Hundetrainer eine verhaltensbiologische Ausbildung absolviert hat und über eine mehrjährige Praxis in der Arbeit mit Hunden verfügt. Zertifikate von anerkannten Verbänden, wie z.B. von der Bundestierärztekammer, geben weitere Sicherheit.

"Eine der wichtigsten Vorraussetzung bei der Erziehung von Hunden ist es, dass der Halter das arttypische Verhalten seines Tieres erkennen kann und richtig deutet", erläutert Martina Schnell. "Gute Hundetrainer sind im Hundeverhalten und der Lernpsychologie bewandert und auch in der Lage, diese Kenntnisse an den Halter zu vermitteln."

Bei der Wahl einer Hundeschule empfiehlt es sich, in einer "Schnupperstunde" den Trainer und das Umfeld unverbindlich kennen zu lernen und zu prüfen, ob sich Hund und Halter beim gemeinsamen Lernen gut aufgehoben fühlen.

Die Trainingsgruppe sollte maximal aus fünf Hunden bestehen. Vor Beginn des Trainings sollten sich die Tiere während einer Freilaufphase kennen lernen können. Hunde und Hundebesitzer werden mit Lob und positiver Verstärkung unterrichtet. Würgeketten oder Zughalsbänder sowie Schläge oder Kommandogebrüll sind völlig tabu. Es werden keine aggressionsfördernden Übungen durchgeführt, wie zum Beispiel bei der Ausbildung von Polizei- und Schutzdiensthunden. Hunde mit aggressivem Verhalten oder Ängsten werden einzeln, außerhalb der Gruppe unterrichtet. Der Trainer erkennt, wenn einzelne Teilnehmer überfordert sind und reagiert darauf mit Pausen.

Welpen brauchen für eine positive Sozialisierung vor allem Kontakte und Spiele mit Artgenossen. Diese finden sie in einer guten Welpenspielgruppe mit gleichaltrigen und körperlich gleich großen Welpen. Um Ansteckungen auszuschließen, sollte die Einhaltung des tiermedizinischen Impf- und Entwurmungsplans verbindliches Aufnahmekriterium für die Welpengruppe sein.

Weitere Informationen bei VIER PFOTEN:


Beate Schüler
Pressesprecherin
Tel: 040-399 249 -66
beate.schueler@vier-pfoten.org
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