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Kreative Kunst für die Displays von Handy & Co.

    Köln (ots) - Zum Abschluss des Internationalen Konvergenzkongresses sind im Rahmen des 20. medienforum.nrw zum zweiten Mal hochwertige Inhalte für mobile Endgeräte mit dem made for mobile AWARD ausgezeichnet worden. "Dieses neue, selbstbewusste Medium wird mit seinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen erst wenige Jahre als Medium ernst genommen", beschrieb Moderator Dieter Moor die neue Welt von Inhalten für die Displays von Handy & Co. Bisher habe es in diesem Bereich kaum Arbeiten gegeben, die preiswürdig gewesen seien.

    In diesem Jahr wurden für den mit 3.000 Euro dotierten made for mobile AWARD, der in den drei Kategorien Mobile Video, Mobile Internet und Mobile Campaign vergeben wurde, fast fünfzig Video-Beiträge eingereicht. Zusätzlich hatte die Stadt Köln einen Sonderpreis im Wert von 2.500 Euro für die Produktion ausgeschrieben, die am besten die Möglichkeiten der Konvergenz ausschöpft. In Kooperation mit der internationalen filmschule köln (IFS) wurde zudem ein Publikumssonderpreis vergeben, dessen Gewinner per Abstimmung über das Internet ermittelt worden war.

    Nachdem zehn Jahre über Konvergenz gesprochen worden sei, erfolge nun eine Verschmelzung der Plattformen aus dem Mobilfunk- und Softwarebereich, bilanzierte Andreas Krautscheid, nordrhein-westfälischer Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien. Mit der Ausschreibung dieses neuen Medien-Wettbewerbs fördere das Land Nordrhein-Westfalen die Produktion von Mobile Content auch im Ausbildungssektor. Im Rahmen eines neuen nordrhein-westfälischen Cluster-Konzepts sei zusätzlich vorgesehen, die Ausbildungsmodule in den Bereichen Konvergenz und Mobile Content mit einem zweistelligen Millionen-Betrag zu unterstützen.

    "Wir haben den made for mobile AWARD gemeinsam mit der LfM Nova im Rahmen des medienforum.nrw 2007 ins Leben gerufen, um innovatives Erzählen und neue Formen des Storytelling zu fördern", erklärte Simone Stewens, Geschäftsführerin der internationalen filmschule köln (IFS). Zu diesem Zweck entwickelten Teams aus Animationsexperten, Redakteuren und Producern neue Formate für die mobile Nutzung. Damit solle "eine Brücke zwischen Kreativen und Mobile Content" geschlagen werden.

    Bei der Auswahl der Preisträger des made for mobile AWARDS legte die Jury als Kriterien zugrunde, dass die Beiträge gezielt für die mobile Anwendung produziert seien, eine Vernetzung mit anderen Medien ermöglichen sowie Bedienerfreundlichkeit und Originalität aufweisen sollten.

    Den made for mobile AWARD in der Kategorie "Mobile Video" erhielt der Beitrag "Courage Mobile" des Staatstheater Darmstadt. Er zeige, so hieß es in der Begründung der Experten-Jury, dass sich auch ein anspruchsvoller Stoff intelligent und kurzweilig für das Handy umsetzen lasse. Brechts Klassiker 'Mutter Courage' als Animation und - im "Sendung-mit-der-Maus-Stil" - auf die wesentlichen Botschaften reduziert, fand bei den Juroren großen Anklang: "Eine gute Strategie, ein anderes, jüngeres Publikum ins Staatstheater zu ziehen", lautete die Begründung für den Preis. Konzipiert worden war das Projekt von einer kleinen Gruppe von Videokünstlern. "Wir werden das Preisgeld in unseren nächsten Animationsfilm stecken", erklärte Philipp Cantag-Lada, Marketing-Leiter am Staatstheater Darmstadt.

    Mit seinem innovativen Ansatz überzeugte das Staatstheater Darmstadt auch in der Kategorie "Mobile Campaign" und sicherte sich so einen weiteren made for mobile AWARD: "QR-Codes auf Plakaten, Flyern und Anzeigen vernetzen intelligent die klassischen Werbemittel mit den jeweiligen Mobile Videos, die - unterhaltsam und zugeschnitten auf die Mobile Generation - das aktuelle Programm spiegeln", lautete die Jury-Begründung. QR-Codes (QR steht für Quick Response), also schnell mit speziellen Lesegeräten erfassbare Digitalkürzel, stellen intelligente Identifikationssysteme dar.

    Der made for mobile AWARD im Wert von 3.000 Euro der Kategorie "Mobile Internet" wurde für das von der Agentur MindMatics kreierte Lufthansa-Mobile-Portal verliehen. Durch die Möglichkeit, per Handy die Buchung, den Check-In und die Sitzplatzauswahl vorzunehmen und sich den QR-Code als Ticket auf das Telefon zu schicken, wird beim Lufthansa-Projekt das Mobiltelefon zur Bordkarte. Die intuitive Benutzerführung sei im Bereich der Airlines "State of the Art", urteilte die Jury.

    Den erstmals vergebenen, mit 2.500 Euro dotierten Medienkonvergenz-Preis der Stadt Köln erhielt die RTL interactive GmbH für den Wettbewerbsbeitrag "DSDS Konvergenz". Mit dem Konvergenzprojekt zu "Deutschland sucht den Superstar" ("DSDS") setze RTL interactive "neue Maßstäbe", befand die Jury: "DSDS" biete eine ideale Verknüpfung von verschiedensten Medienkanälen wie TV, Mobile, Teletext, Print, VoD, Internet, die mit einer optimalen Steuerung der Inhalte an den jeweiligen Kanal angepasst seien.

    Zum Abschluss der Verleihung des made for mobile AWARD wurde der Publikumsonderpreis vergeben, für den auf der Website der internationalen filmschule köln (IFS) etwa fünfzig Beiträge zur Auswahl gestanden hatten. Zum Publikumsliebling gekürt wurde der Animationsfilm "Papermouse" von Ebele Okoye, in dem eine Maus mit List und Tücke einer tödlichen Falle entgeht. Für diesen originellen Trickfilm wurde die Preisträgerin mit einem Handy von Vodafone belohnt.

Pressekontakt:
LfM Nova GmbH
Pressesprecherin: Susanne Land
email: sland@lfm-nova.de
Tel. 0211 - 77 00 7- 118

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