Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Simsen am Steuer - Blindflug mit hohem Risiko

Simsen am Steuer - Blindflug mit hohem Risiko
Dateiname: beitrag-simsen-am-steuer.mp3
Dateigröße: 1,68 MB
Länge: 01:50 Minuten

Bonn (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Beim Autofahren immer wieder aufs Smartphone gucken und zwischendurch sogar mal eine SMS oder eine WhatsApp-Nachricht tippen und verschicken. Dafür drohen laut Straßenverkehrsordnung zwar 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg, wenn einen die Polizei dabei erwischt. Vielen ist das aber egal, sie machen es trotzdem. Dabei vergessen sie allerdings, dass schon die kleinste Ablenkung im Straßenverkehr tödliche Folgen haben kann. Jessica Martin berichtet. Sprecherin: Auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause, dienstlich oder privat: In deutschen Autos wird beim Fahren immer öfter gesimst. Doch das ist eine gefährliche Unsitte, sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat.

O-Ton 1 (Sven Rademacher, 0:27 Min.): "Eigentlich sagt einem das schon der gesunde Menschenverstand. Wer während der Fahrt eine SMS tippt, der hat nicht mehr die Straße und den Verkehr im Blick, sondern nur noch sein Smartphone - ist also extrem abgelenkt. Und das kann natürlich sehr schnell sehr gefährlich werden. Denn wer allein bei Tempo 50 nur eine Sekunde abgelenkt ist und auf sein Smartphone schaut, der ist schon 14 Meter im Blindflug unterwegs - und damit gefährdet er natürlich sich und andere."

Sprecherin: Eigentlich logisch. Normalerweise würde ja auch keiner auf die Idee kommen, beim Autofahren einfach mal für ein paar Sekunden die Augen zu schließen.

O-Ton 2 (Sven Rademacher, 0:20 Min.): "Ablenken lassen sich die Autofahrer aber trotzdem jeden Tag tausendfach. Ob Essen, Rauchen, eine CD einschieben oder am Navi hantieren gehören ebenso dazu, wie das unerlaubte Telefonieren mit dem Handy oder eben auch das Simsen. Aber auch das erlaubte Telefonieren mit der Freisprechanlage lenkt mich schon ab."

Sprecherin: Allerdings gilt Ablenkung dabei hinterher nicht als Entschuldigung.

O-Ton 3 (Sven Rademacher, 0:39 Min.): "Ganz im Gegenteil: Wer in einen Unfall verwickelt wird, weil er abgelenkt war, muss damit rechnen, dass er dafür im Extremfall alleine haftbar gemacht wird. Auch der Schutz durch die Vollkaskoversicherung kann verloren gehen, wenn grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Deshalb empfehlen wir vom DVR: Konzentrieren Sie sich aufs Autofahren, bleiben Sie auf Kurs - und lassen Sie sich weder durch Ihr Smartphone noch durch irgendetwas anderes ablenken. Und wenn es wirklich mal gar nicht anders geht und die SMS oder die WhatsApp-Nachricht unbedingt geschrieben werden muss, dann nehmen Sie sich die Zeit, halten kurz an und machen das am besten entspannt auf dem Parkplatz."

Abmoderationsvorschlag:

Mehr über diese zunehmende und oft unterschätzte Gefahr im Straßenverkehr - und wie Sie die vermeiden können - finden Sie auch im Internet unter www.abgelenkt.info.

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de. 

Pressekontakt:

Sven Rademacher
Mail:SRademacher@dvr.de
Tel.:0228/40001-72
Original-Content von: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: