AUTOMOBIL PRODUKTION

Audi kündigt neue Einkaufspolitik an

Landsberg am Lech (ots) - Audis Einkaufsvorstand Bernd Martens kündigt im Exklusiv-Interview mit dem Branchen-Magazin AUTOMOBIL PRODUKTION neue Regeln in der Zusammenarbeit zwischen dem Premium-Autohersteller und den Zulieferern an: "Um die Gewinne der Zukunft zu sichern, haben wir ein Maßnahmenpaket geschnürt. Die hohen Investitionen, die wir planen, wollen wir aus eigener Kraft finanzieren. Wir werden bis 2018 immerhin 22 Milliarden Euro investieren". Derzeit liege Audi bei einer operativen Umsatzrendite von zehn Prozent. "Wir wollen bei der Rendite langfristig in unserem Zielkorridor von acht bis zehn Prozent bleiben", so Martens.

Zu den geänderten Rahmenbedingungen für die Zulieferer zählen ab sofort: Open-Book, Tiefenlokalisierung an allen Standorten weltweit, und, durch einen mit Konzernmutter Volkswagen koordinierten Einkauf "die Kosten im System zu optimieren". Die Konzernsynergien, die man bereits im gemeinsamen Einkauf mit Volksagen in Mexiko und in Brasilien realisiere, "wollen wir künftig auch mit unseren chinesischen Partnern angehen", kündigt der Beschaffungsvorstand an. Audi erwartet künftig von seinen Zuliefern einen globalen Footprint. "Wenn wir über die neue Generation des MLB (Modularen Längsbaukasten) reden, haben künftig diejenigen Lieferanten schlechte Karten, die sich nur die Rosinen herauspicken wollen, nach dem Motto: Europa mache ich - China vielleicht - aber Mexiko sicherlich nicht".

Da die Zusammenarbeit immer enger wird, will Audis Chefeinkäufer die Zulieferer im Gegenzug auch stärker strategisch einbinden: "Wir wollen gemeinsam mit den Zulieferern Innovationen generieren - insbesondere mit den großen Systemlieferanten. (...) An mehreren Beispielen haben wir schon bewiesen, dass es für beide Seiten von Vorteil ist, partnerschaftlich bestimmte Innovationen schnell in die Modelle zu bringen". Ziel dieses Ansatzes sei, die Target-Kosten für die Audi-Modelle zu erreichen und gleichzeitig einen positiven Business Case für den Lieferanten sicherzustellen.

Weiterhin kündigte Martens den Ausbau des Bereichs Kosten- und Wertanalyse auf insgesamt 50 Experten an. Diese beziffern die Einkaufskosten für eine Innovation und prognostizieren die möglichen Erlöse.

Das ganze Interview lesen Sie in der Oktober-Ausgabe der AUTOMOBIL PRODUKTION am 8.10.2014 oder in der Online-Veröffentlichung unter www.automobil-produktion.de

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Bettina Mayer
Chefredaktion
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