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Sauerstoff und Krebs - wie sind sie miteinander verbunden?

Sevilla, Spanien (ots-PRNewswire) - Ein Fortbildungssymposium über Möglichkeiten die Lebensqualität und die Behandlung von Krebspatienten zu verbessern. Sauerstoff ist unabdingbar für das Leben der meisten Organismen einschließlich des Menschen, da er benötigt wird, um Zucker in Energie umzuwandeln. Sauerstoffmangel kann zu organischen Fehlfunktionen führen, und hierdurch schwere Folgeerkrankungen hervorrufen, was z. B. bei Patienten mit Herzproblemen häufig der Fall ist. Eine Erkrankung, bei der eine mangelhafte Sauerstoffversorgung ebenfalls verbreitet ist, hier jedoch fast unbeachtet bleibt, ist Krebs. Ein interessantes Fortbildungssymposium, das vom 7.-9. September 2000 in Sevilla, Spanien, stattfindet, hat dieses Thema nun in den Mittelpunkt gestellt. Mehr als 800 weltbekannte Onkologen werden dort über die Beziehungen zwischen Sauerstoff und Krebs diskutieren und einen umfassenden Überblick zu dieser Thematik bieten. Aufgrund der Bedeutung dieses Forschungsgebiets wurde das Symposium von der European Society of Medical Oncology (ESMO) für die Continuing Medical Education akkreditiert. Eines der Hauptthemen des Symposiums ist das Fatigue-Syndrom, das häufig durch eine tumor- oder therapie-induzierte Anämie verursacht wird. Fast 80 Prozent aller Krebspatienten leiden an den Symptomen von Fatigue, die sich physisch (Müdigkeit, Energiemangel, Schwäche), aber auch psychisch (Depression, kognitive Störungen)1,2 äußern können. "Es ist möglich, vielen dieser Patienten durch eine Anhebung ihres Hämoglobin-Wertes zu helfen. Dies kann per Bluttransfusion oder durch den Einsatz des hämatopoetischern Wachstumsfaktors Erythropoetin erreicht werden," so Dr. Peter Harper, Onkologe am Guy's & St. Thomas' Hospital in London und Co-Chairman des Symposiums. "Im Gegensatz zu ihren Patienten sehen viele Ärzte Fatigue jedoch nicht als reales Problem an. Es ist daher dringend erforderlich, ihnen bewusst zu machen, was Fatigue für ihre Patienten bedeutet." Die Fatigue-Problematik wird durch den zunehmenden Einsatz dosisintensivierter Chemotherapien noch weiter verstärkt. Zwar können so die Therapieergebnisse verbessert werden, gleichzeitig wird aber die Produktion neuer Erythrozyten deutlich gemindert. Mehrere Studien konnten zeigen, das dieses Problem durch den präventiven Einsatz von Erythropoetin erfolgreich vermieden werden kann 3,4. Die Verwendung dieses Wirkstoffs wurde daher in das Design einer Reihe neuer klinischer Studien integriert, wie z. B. in Studien zur Behandlung von Lungen- und Brustkrebs. Ein weiterer Grund für die Korrektur der Anämie mit Erythropoetin ist eine mögliche Verbesserung der Therapieergebnisse durch die gesteigerte Sauerstoffversorgung von Tumoren mittels erhöhter Hämoglobin-Werte. So ist seit vielen Jahren bekannt, dass hypoxische Tumorbereiche im Vergleich zu gut oxygenierten Teilen des Tumors deutlich resistenter gegen Bestrahlung sind 5. Außerdem konnte für einige Tumorarten (z. B. Kopf-Hals-Tumoren, Zervixkarzinom) gezeigt werden, dass niedrige Hämoglobin-Level mit einer schlechteren Prognose korreliert sind 6,7. "Die Verbesserung der Krebstherapie durch die Versorgung des Tumors mit mehr Sauerstoff ist ein interessanter neuer Behandlungsansatz in der Onkologie," so Prof. Mario Dicato, Onkologe am Centre Hospitalier de Luxembourg und Co-Chairman des Symposiums. "Die ersten vorläufigen Ergebnisse sind ermutigend, es bleibt jedoch noch viel Arbeit zu tun." Das Symposium wird durch ein uneingeschränktes Fortbildungsstipendium von Ortho Biotech und Janssen-Cilag unterstützt. Referenzen: 1. Vogelzang NJ et al. Semin Hematol 1997; 34: 4-12 2. Curt GA The Oncologist 2000; 5: 9-12 3. Del Mastro L et al. J Clin Oncol 1997; 15, 2715-2721 4. Dunphy FR et al. Cancer 1999; 86: 1362-1367 5. Grau C, Overgaard J, in Molls M, Vaupel P, Blood Perfusion and Microenvironment of Human Tumors. Springer Verlag 1998 6. Glaser C et al. Proc of ASCO 1999; Vol. 18, Abstract 1543 7. Grogan M et al: The importance of hemoglobin levels during radiotherapy for carcinoma of the cervix. Cancer 1999; 86: 1528-36 ots Originaltext: Janssen-Cilag Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Dr. Holger Stumpf, Fleishman-Hillard Germany GmbH International Communications, Hanauer Landstrasse 182c D-60314 Frankfurt am Main Tel.: +49 69 40 57 02 312, Fax: +49 69 94 41 13 26 Email: stumpfh@fleishman.de Original-Content von: Janssen-Cilag GmbH, übermittelt durch news aktuell

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