Janssen-Cilag GmbH

Ärzte befürworten regional verhandelte Versorgungsverträge
Aktuelle Umfrage zum Nutzen und zur Ausgestaltung von Selektivverträgen (mit Bild)

Für zentrale Vertragsverhandlungen sprechen sich weniger als die Hälfte der befragten Ärzte aus, während 57 Prozent regionale Verhandlungen mit den relevanten Akteuren begrüßen. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Janssen-Cilag GmbH"

Neuss (ots) - Knapp zwei Drittel der Ärzte ist überzeugt, dass Selektivverträge intelligente Versorgungslösungen fördern und die Behandlungssituation für Patienten verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage unter sowohl klinisch tätigen als auch niedergelassenen Ärzten des Meinungsforschungsinstituts Psychonomics im Auftrag des forschenden Arzneimittelherstellers Janssen-Cilag. Dabei setzen die Leistungserbringer mehrheitlich auf regional zugeschnittene und dezentral verhandelte Verträge.

Von den im August 2010 rund 370 befragten Ärzten hat etwa die Hälfte bereits Erfahrungen mit Selektivverträgen - fast 70 Prozent davon waren regional ausgehandelt. Nach rund 62 Prozent der Befragten spielen Selektivverträge ihre Vorteile besonders dann aus, wenn sie auf regionale Besonderheiten zugeschnitten sind. Bundesweit einheitliche Regelungen befürworten nur 46 Prozent und werden von mehr als der Hälfte abgelehnt. Für zentrale Vertragsverhandlungen sprechen sich weniger als die Hälfte der befragten Ärzte aus, während 57 Prozent regionale Verhandlungen mit den relevanten Akteuren begrüßen.

"Bei der aktuellen politischen Debatte hat mich die große Akzeptanz von Selektivverträgen sehr positiv überrascht", kommentiert Franz Knieps, Politikberater und ehemaliger Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium, die Umfrageergebnisse. "Meiner Meinung nach liegt es auf der Hand, dass komplexe Selektivverträge stärker auf regionale Versorgungsprobleme fokussieren und damit auch lösen können." Im Gesetzentwurf zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) werden zurzeit zentrale bundesweite Vertragsverhandlungen mit dem Spitzenverband der Krankenkassen diskutiert. "Meiner Meinung nach versäumt die Politik aktuell die Gelegenheit, mit mehr Wettbewerb und dezentralen Vertragsverhandlungen mögliche Effizienzreserven im Gesundheitssystem auszuschöpfen," ergänzt Knieps.

Nur jeder zehnte Arzt gibt an, in die Entwicklung von Selektivverträgen bereits involviert gewesen zu sein. Als unverzichtbare Akteure in den Verhandlungen werden Ärzteverbände (63 %) und Krankenkassen (51 %) gesehen. Sehr zurückhaltend urteilen Ärzte über die Beteiligung von Gesundheitsunternehmen, wie Arzneimittelhersteller, und Management-Gesellschaften. "Die Leistungserbringer sehen Gesundheitsunternehmen mit ihren tradierten Aufgabenbereichen und empfinden eine Beteiligung von Wirtschaftunternehmen an Versorgungsverträgen ungewohnt," erläutert Knieps. "Ich gestehe den Ärzten diese Skepsis durchaus zu, doch empfehle ihnen, auch die Chancen zu sehen und den Blick für neue Optionen zu öffnen."

Dass Selektivverträge helfen, Effizienzreserven zu heben, davon ist die große Mehrheit der Befragten überzeugt. Drei von vier Befragten urteilen, dass die Nutzung und Optimierung regionaler Strukturen einen großen Einfluss darauf hat. Damit besitzt dieser Faktor unter allen angesprochenen die höchste Relevanz. Hans Wormann, Mitglied der Geschäftsleitung von Janssen-Cilag, plädiert dafür, zukünftig weiterhin regionale Vertragsverhandlungen zu stärken: "Zentrale für ganz Deutschland geschlossene Vereinbarungen, wie von einigen Beteiligten gefordert, werden den unterschiedlichen Voraussetzungen der einzelnen Versorgungsregionen in Deutschland nicht gerecht. Im Gegenteil, Vereinbarungen ohne Beachtung regionaler Besonderheiten führen dazu, bewährte Strukturen unberücksichtigt zu lassen." Janssen gibt seit mehr als 15 Jahren mit der Delphi-Studienreihe* Impulse zur Gestaltung des Gesundheitswesens.

Die detaillierten Umfrageergebnisse sowie das Interview mit Franz Knieps sind unter www.janssen-cilag.de/partnerschaft veröffentlicht.

*) Seit 1994 initiiert Janssen-Cilag die Delphi-Studienreihe zur Zukunft des Gesundheitswesens. Ziel dieser Studienreihe und der aktuellen Umfrage ist es, Impulse für die Diskussion um eine bedarfsgerechte und finanzierbare medizinische Versorgung zu geben. Weitere Informationen unter www.delphi-studienreihe.de .

Über Janssen

Janssen gehört zu den führenden forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland und ist spezialisiert auf die Bereiche Frauenheilkunde (Gynäkologie), Hauterkrankungen (Dermatologie), Infektiologie und Virologie, Krebserkrankungen (Onkologie), Lungenerkrankungen (Pneumologie), Narkose (Anästhesie) und Schmerz, Nervenheilkunde (Neurologie) und Psychiatrie, Nierenheilkunde (Nephrologie), Pilzerkrankungen (Mykologie), sowie Urologie. Darüber hinaus gehören Arzneimittel aus dem Bereich der Biotechnologie zur Produktpalette. Ein weiterer Kompetenzbereich ist die Veterinärmedizin. Fünf der Substanzen aus der Janssen Forschung stehen auf der Liste der unverzichtbaren Arzneimittel der WHO.

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